Erinnerung und Gedenken
Jahrzehntelang sind der Erinnerungsstein und das Kreuz auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof und der Grabstein für Albrecht Haushofer auf dem Friedhof in der Wilsnacker Straße die einzigen Zeichen der Erinnerung. Erst am 19. Juli 1990 wird in der Seydlitzstraße/Ecke Lehrter Straße ein Gedenkstein für das Zellengefängnis und die Opfer der Mordaktionen errichtet.
Nach jahrzehntelangen Diskussionen entsteht ein „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit”, der am 26. Oktober 2006 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. In seinem Eingangsbereich ist auch heute der Gedenkstein für das Zellengefängnis zu sehen.
Der Gedenkstein auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof wird 2015 (und erneut 2025) restauriert und mit einer Bronzeplatte mit den Namen der in der Nacht vom 23. auf den 24. April 1945 Ermordeten ergänzt. Mehrfach finden hier Gedenkfeiern der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Stiftung 20. Juli 1944 statt.
Das eigentliche Denkmal für das Zellengefängnis Lehrter Straße sind jedoch die seither mehrfach veröffentlichten „Moabiter Sonette“ Albrecht Haushofers, die präzise und poetisch zugleich die Menschen und die Lebensverhältnisse im Zellengefängnis widerspiegeln. Ihm ist auch der “Audiowalk Spurensuche Albrecht Haushofer” gewidmet.