Die Toten vom ULAP-Gelände
Die acht Leichen vor dem Hauptrestaurant des ULAP-Geländes werden bereits am 23. April 1945 gefunden. Die Kriminalpolizei setzt eine Mordkommission ein. Als diese feststellt, dass die Toten Opfer der Gestapo sind, veranlasst sie keine weiteren Ermittlungen, sondern nur die Überführung in das Leichenschauhaus in der Französischen Straße. Erst am 5. oder 6. Mai werden die Leichen nachts in einem Bombentrichter an der Mauer des angrenzenden Dorotheenstädtischen Friedhofs bestattet. Ihre Kleider werden verbrannt. Einen Tag später werden hier weitere 64 Menschen bestattet, so dass insgesamt 72 Tote in diesem Massengrab beigesetzt sind.
Die andere Gruppe der ermordeten Gestapo-Häftlinge wird erst am 12. Mai 1945 nach der Ortsbeschreibung durch Herbert Kosney gefunden. Die Leichen werden am 13. Mai 1945 bestattet: Albrecht Haushofer auf dem Friedhof an der Wilsnacker Straße bei der Moabiter Johanniskirche, die übrigen sechs in einem Massengrab im Kleinen Tiergarten. Sechs der sieben Leichen können von Heinz Haushofer anhand von Papieren oder Kleidungsstücken identifiziert werden, die siebte wird von Kosney als Max Jennewein identifiziert.