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Hans Detlof von Winterfeldt

5. Januar 1900, Konstanz
unbekannt

Hans Detlof von Winterfeldt beendet nach der Teil­nahme am Ersten Welt­krieg ein Stu­dium der Rechts­wissen­schaften und ist in der Folge­zeit als Kauf­mann für verschie­dene Handels­firmen tätig, da­runter mehr­fach im Aus­land. In Groß­britannien schließt er Bekannt­schaft mit dem an der Deutschen Bot­schaft in Lon­don tätigen Bot­schafts­rat Albrecht Graf von Bernstorff. Nach dessen Ver­setzung in den Ruhe­stand und der Rück­kehr nach Deutsch­land entwickelt sich zwischen Bernstorff und Hans Detlof von Winterfeldt eine Freund­schaft.

Winterfeldt wird Anfang Juni 1944 zur Wehr­macht eingezogen, am 26. Juni 1944 jedoch fest­genom­men und seit dem 7. Oktober 1944 im Zellen­gefängnis Lehrter Straße 3 inhaf­tiert. 

Vom Ober­reichs­anwalt bei „Volks­gerichts­hof“ wird er am 22. No­vember 1944 der „Zer­setzung der Wehr­kraft“ ange­klagt. Laut An­klage habe er in vielen Ge­sprächen mit Bernstorff die Ein­schrän­kungen der Frei­heit im national­sozialis­tischen Staat und die anti­semi­tischen Maß­nahmen gegen die Jüdinnen und Juden in Deutschland kriti­siert. Außer­dem habe er sich für die Auf­nahme von Friedens­verhand­lungen mit den West­mächten ausge­sprochen. 

Ein Pro­zess gegen Winterfeldt findet nicht mehr statt, er wird am 23. April der Justiz über­stellt und am 25. April 1945 aus dem Gefäng­nis ent­lassen.