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Harald Wendelstein

25. Juni 1919, Wernigerode
3. April 1945, bei Oderberg

Oberleutnant Harald Wendelstein, der seit April 1944 zum Befehls­haber des Ersatz­heeres General Friedrich Fromm abge­ordnet ist, wird nach dem geschei­terten Umsturz­versuch vom 20. Juli 1944 fest­genom­men. Er wird zunächst in die Prinz-Albrecht-Straße 8 gebracht und am folgenden Tag in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 über­stellt. Wendelstein gehört damit zu den ersten Häft­lingen der Gestapo-Abteilung. Inwie­weit er in die Ereig­nisse vom 20. Juli invol­viert gewesen ist, ist nicht bekannt. Aus einem Schrei­ben vom 29. August 1944 geht hervor, dass er aus der Haft ent­lassen worden ist. 

Wenige Tage zuvor ist er im Rahmen eines Ver­fahrens gegen seine ehe­malige Ver­mieterin Ehrengard Frank-Schultz verhört worden. Bei dieser hat er vor seiner Fest­nahme zur Unter­miete in Berlin-Wilmersdorf ge­wohnt. Ehrengard Frank-Schultz wird vorge­worfen, in einem Gespräch mit einer gemein­samen Bekannten bedau­ert zu haben, dass das Atten­tat auf Adolf Hitler gescheitert ist. 

Ehrengard Frank-Schultz wird denun­ziert und am 24. August 1944 fest­genom­men. Sie wird am 6. November 1944 vom „Volks­gerichts­hof“ wegen „Wehr­kraft­zer­setzung“ zum Tode verur­teilt und am 8. Dezember 1944 in der Straf­anstalt Plötzensee ermor­det.

Harald Wendelstein befin­det sich zu diesem Zeit­punkt bereits wieder im Front­einsatz. Er fällt Anfang April 1945 bei Oderberg.