‹ zurück zur Übersicht

Anton Graf von Welsburg

17. April 1908, London
29. April 1945, Berlin

Der Bank­pro­kurist Anton Graf von Wels­burg ge­hört zum Pots­damer Freun­des­kreis um Hannah von Bredow, einer Enke­lin von Otto von Bis­marck. Deren Tochter Philippa von Bre­dow be­richtet, dass am Nach­mittag des 16. Juli 1944 Alexan­der von Wels­burg im Garten des Hau­ses von Bredow erzählt habe, er wisse von einer Kar­ten­legerin, auf Hitler werde zwischen dem 17. und 20. Juli 1944 ein Atten­tat verübt. Philippa von Bredow gibt dieses Gerücht an Werner von Haeften weiter. Auch Kor­vetten­kapi­tän Sydney Jessen erhält davon Kennt­nis und berich­tet darüber einen Tag später Bert­hold von Stauffen­berg und Alfred Kranz­felder. Kranz­felder in­for­miert am 17. Juli 1944 Claus Schenk Graf von Stauffen­berg. 

Anton von Wels­burg wird nach dem geschei­terten Um­sturz­ver­such vom 20. Juli 1944 fest­genom­men, am 6. August 1944 in das Zellen­ge­fäng­nis Lehrter Straße ge­bracht und am 25. April 1945 aus der Haft ent­lassen. 

Er kommt am 29. April 1945 bei den Kampf­hand­lungen in Berlin nahe des Fehr­belliner Platzes wäh­rend der Suche nach Lebens­mitteln ums Leben.