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Hermann Wegener

14. Juni 1878, Schwerin
29. Januar 1945, KZ Dachau

Hermann Wegener erlernt nach der Volks­schule den Beruf des Tisch­lers. 1903 heiratet er Klara Briese, aus der Ehe gehen fünf Kinder hervor, die Familie lebt seit 1918 in Berlin. Ab 1929 ist Hermann Wegener immer wieder arbeits­los und ver­dient seinen Lebens­unter­halt durch Gele­gen­heits­arbeiten. 1939 wird er Inva­liden­rentner. Er ist seit 1906 Mit­glied der SPD, wechselt jedoch 1919 in die USPD und schließlich in die KPD. Auch Klara Wegener ist in der KPD und die Kinder in kommu­nis­tischen Jugend­gruppen aktiv. 

Nach der Macht­über­nahme der Natio­nal­sozia­listen wird Her­mann Wegener im März 1933 von SA-Männern schwer miss­han­delt und die Wohnung der Familie teil­weise zer­stört. Sein Sohn Gustav gehört nach 1943 zu den engsten Mitar­beitern Anton Saefkows und Franz Jacobs. Klara und Hermann Wegener stellen ihre Wohnung für Treffen zur Verfügung. 

Hermann und Gustav Wegener werden am 5. Juli 1944 fest­ge­nommen und der „Bei­hilfe zur Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” ange­klagt. Während sein Sohn am 21. Oktober 1944 vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode ver­urteilt und am 11. Dezem­ber in Branden­burg-Görden ermordet wird, wird er mangels Beweisen frei­ge­sprochen. 

Hermann Wegener wird jedoch nicht aus der Haft ent­lassen, sondern am 25. Okto­ber 1944 von Branden­burg in die Gesta­po-Abtei­lung des Gefäng­nisses Lehrter Straße ein­ge­liefert und von dort am 8. Januar 1945 per „Sammel­transport” in das Kon­zen­trations­lager Dachau über­stellt. Sein Zugang dort ist für den 15. Januar vermerkt. Hermann Wegener stirbt dort zwei Wochen später unter unge­klärten Umständen, am 29. Januar 1945.  

Portrait: Hermann WegenerErkennungsdienstliche Aufnahme von Hermann Wegener, 1944