Paul Wecke
13. Mai 1983, Berlin (West)
Der Nahrungsmittelvertreter und Zeitarbeiter Paul Wecke beteiligt sich nach der nationalsozialistischen Machtübernahme an lokalen Widerstandsaktionen im Berliner Bezirk Charlottenburg, unter anderem an der Verteilung von Flugblättern.
Als am 26. Februar 1945 Georg Leichtmann und Willi Bartsch aus dem Widerstandskreis festgenommen werden, wird auch Paul Weckes Engagement aufgedeckt. Paul Wecke wird am 3. März 1945 festgenommen und in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses in der Lehrter Straße eingeliefert. Am 24. März 1945 wird er wegen „Hochverrats und Feindbegünstigung“ vom Kammergericht Berlin zu vier Jahren Haft verurteilt.
Zwei Tage später wird er laut dem Gefangenenbuch des Zellengefängnisses Lehrter Straße in das Untersuchungsgefängnis Moabit verlegt. Dort erlebt er die Befreiung des Gefängnisses durch die sowjetischen Truppen am 27. April 1945.


