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Paul Wecke

2. Oktober 1898, Berlin
13. Mai 1983, Berlin (West)

Der Nahrungs­mittel­vertre­ter und Zeit­arbeiter Paul Wecke beteiligt sich nach der natio­nal­sozialis­tischen Macht­über­nahme an lokalen Wider­stands­aktionen im Berliner Bezirk Char­lotten­burg, unter anderem an der Ver­teilung von Flug­blättern. 

Als am 26. Februar 1945 Georg Leicht­mann und Willi Bartsch aus dem Wider­stands­kreis festge­nommen werden, wird auch Paul Weckes Engage­ment aufge­deckt. Paul Wecke wird am 3. März 1945 festge­nommen und in die Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses in der Lehrter Straße einge­liefert. Am 24. März 1945 wird er wegen „Hoch­verrats und Feind­be­güns­tigung“ vom Kam­mer­gericht Berlin zu vier Jahren Haft verur­teilt. 

Zwei Tage später wird er laut dem Gefan­genen­buch des Zellen­gefäng­nis­ses Lehrter Straße in das Unter­suchungs­gefäng­nis Moabit verlegt. Dort erlebt er die Befreiung des Gefäng­nisses durch die sowje­tischen Truppen am 27. April 1945.

Portrait: Paul WeckePaul Wecke, um 1946