Fritz Voigt
1. März 1945, Berlin-Plötzensee
Nach dem Ersten Weltkrieg wird der Gewerkschafter und Bauhandwerker Fritz Voigt von der schlesischen SPD für die Nationalversammlung aufgestellt und übernimmt für ein Jahr das Amt des Polizeipräsidenten in Breslau. Während des Kapp-Putsches weigert er sich, die Breslauer Arbeiter gegen die nationalistischen Aufständischen bewaffnen zu lassen, weil er ein Blutbad befürchtet. Nach seinem Rücktritt widmet er sich vor allem dem Aufbau gemeinnütziger Bau-Organisationen.
1933 wird er in „Schutzhaft“ genommen und bis 1934 in den Konzentrationslagern Breslau-Dürrgoy, Esterwegen und Lichtenburg festgehalten.
Nach Kriegsbeginn nimmt er Verbindung zu Jakob Kaiser und Wilhelm Leuschner in Berlin auf und arbeitet in Breslau eng mit Franz Leuninger und Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg zusammen. Von den Verschwörern ist er als politischer Beauftragter für Niederschlesien vorgesehen. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 wird er festgenommen und am 17. Oktober in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert.
Fritz Voigt wird am 26. Februar 1945 vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 1. März 1945 in Berlin-Plötzensee ermordet.








