Manuel Villena-Vera
unbekannt
Manuel Villena-Vera erlernt das Elektrohandwerk, kommt zum „Arbeitseinsatz” nach Deutschland und muss ab dem 30. März 1943 Zwangsarbeit bei der Silva Metallwerk GmbH im Werk Magdeburg-Neustadt leisten. Das Werk gehört zu einer Tochterfirma der Polte Armaturen- und Maschinenfabrik OHG und ist während des Krieges einer der größten Munitionsproduzenten. Am 11. August 1943 gelingt Manuel Villena-Vera die Flucht.
Am 15. Januar 1945 wird er laut Haftbucheintrag in die Gestapo-Abteilung des Berliner Zellengefängnisses in der Lehrter Straße eingeliefert. Es wird ein Verfahren gegen ihn vorbereitet vor dem Sondergericht Berlin, eine Verhandlung findet aber aufgrund der Kriegsentwicklung nicht mehr statt. Die genauen Vorwürfe sind nicht bekannt.
Wie der gleichfalls angeklagte Harry Drucker wird Manuel Villena-Vera am 27. Januar 1945 in das Untersuchungsgefängnis Moabit überführt und dort am 24. April 1945 von der Roten Armee befreit. Weitere Informationen zu seiner Biografie liegen nicht vor.

