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Wilhelm Ernst Ulrich

18. April 1889, Marienwerder
3. Juli 1976, Berlin (West)

Nach dem Abitur beginnt Wilhelm Ernst Ulrich eine kauf­männische Lehre. Gleich­zeitig studiert er Natio­nal­öko­nomie und besucht Seminare der Han­dels­hoch­schule in Berlin. Nach einem Jahr Anstel­lung bei der Deutschen Bank in London absol­viert er seinen Militär­dienst. 

In den folgen­den Jahren arbeitet er als Proku­rist und Ver­kaufs­leiter bei ver­schie­denen Firmen und nimmt am Ersten Welt­krieg teil. 1919 macht er sich als Export­kauf­mann selbst­ständig und über­nimmt den Gene­ral­ver­trieb einiger Firmen in Marokko und Spanien. Er ist Mit­begründer und Vor­sit­zender der Deutschen Han­dels­kammer in Barcelona. 1926 kehrt er nach Berlin zurück, wo er weiter kauf­männisch tätig und von 1933 bis 1941 Teil­haber einer Firma für den Bau von Klima­an­lagen ist. 

1941 wird Wilhelm Ernst Ulrich zur Wehr­macht ein­ge­zogen und im Amt Aus­land/Ab­wehr im Ober­kom­mando der Wehr­macht ein­ge­setzt. Nach dem 20. Juli 1944 beher­bergt er seinen Vetter Carl Goerdeler, als dieser auf der Flucht vor der Gestapo ist. 

Wilhelm Ernst Ulrich wird am 10. August 1944 von der Gestapo fest­ge­nom­men und in der Prinz-Al­brecht-Straße 8, im Gefäng­nis Tegel und im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 inhaftiert. Am 18. Januar 1945 wird er vom „Volks­ge­richts­hof” zu sechs Jahren Zucht­haus ver­urteilt. Wilhelm Ernst Ulrich wird am 14. März in das Zucht­haus Bran­den­burg-Görden verlegt, wo er am 28. April 1945 von sowje­tischen Truppen befreit wird.

Portrait: Wilhelm Ernst UlrichWilhelm Ernst Ulrich, nach 1945