Wilhelm Ernst Ulrich
3. Juli 1976, Berlin (West)
Nach dem Abitur beginnt Wilhelm Ernst Ulrich eine kaufmännische Lehre. Gleichzeitig studiert er Nationalökonomie und besucht Seminare der Handelshochschule in Berlin. Nach einem Jahr Anstellung bei der Deutschen Bank in London absolviert er seinen Militärdienst.
In den folgenden Jahren arbeitet er als Prokurist und Verkaufsleiter bei verschiedenen Firmen und nimmt am Ersten Weltkrieg teil. 1919 macht er sich als Exportkaufmann selbstständig und übernimmt den Generalvertrieb einiger Firmen in Marokko und Spanien. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender der Deutschen Handelskammer in Barcelona. 1926 kehrt er nach Berlin zurück, wo er weiter kaufmännisch tätig und von 1933 bis 1941 Teilhaber einer Firma für den Bau von Klimaanlagen ist.
1941 wird Wilhelm Ernst Ulrich zur Wehrmacht eingezogen und im Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht eingesetzt. Nach dem 20. Juli 1944 beherbergt er seinen Vetter Carl Goerdeler, als dieser auf der Flucht vor der Gestapo ist.
Wilhelm Ernst Ulrich wird am 10. August 1944 von der Gestapo festgenommen und in der Prinz-Albrecht-Straße 8, im Gefängnis Tegel und im Zellengefängnis Lehrter Straße 3 inhaftiert. Am 18. Januar 1945 wird er vom „Volksgerichtshof” zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Wilhelm Ernst Ulrich wird am 14. März in das Zuchthaus Brandenburg-Görden verlegt, wo er am 28. April 1945 von sowjetischen Truppen befreit wird.














