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Ekkehard Tertsch

3. August 1906, Triest
30. August 1989, Madrid

Ekkehard Tertsch absol­viert ein geisteswissen­schaft­liches Studium und promo­viert 1928. Parallel dazu be­reitet er sich an der Wie­ner Kon­sular-Aka­demie auf den diplo­ma­tischen Dienst vor. Danach ist er als Jour­nalist und Sekre­tär des Wiener Ban­kiers und Groß­indus­triel­len Her­mann Oppen­heim tätig. 

Tertsch tritt im März 1933 der NSDAP bei und ge­hört der Wiener Orts­gruppe der Par­tei an. Nach dem „An­schluss” Öster­reichs 1938 wird er Mit­glied der SA und tritt 1940 in den diplo­matischen Dienst ein. 1941 wird er als Presse­refe­rent an die deutsche Bot­schaft in Agram (Kroa­tien) ent­sandt, wenig später nach Paris ver­setzt. Im Januar 1943 wird Tertsch stell­ver­treten­der Lei­ter der Presse­abteilung der Deutschen Botschaft in Madrid. 

Im Au­gust 1944 weist ihn das Aus­wärtige Amt an, unver­züglich nach Ber­lin zurück­zu­keh­ren. Bei seiner Rück­kehr wird ihm zu­nächst der Pass abge­nom­men, eine Woche spä­ter wird er von der Gestapo fest­genommen und am 22. Au­gust 1944 in die Gesta­po-Ab­teilung des Zel­len­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Auf­grund seiner Kon­takte zu Ritt­meister Josef von Lede­bur, der dem Amt Aus­land/Ab­wehr ange­hört und nach dem 20. Juli 1944 in der Woh­nung des Ehe­paares Tertsch in Madrid unter­getaucht ist, wird Tertsch der Be­tei­ligung am Umsturz­versuch ver­dächtigt. 

Am 20. Fe­bruar 1945 wird er in das KZ Sachsen­hau­sen über­stellt. Er über­lebt das Kriegs­ende und kehrt im Herbst 1945 nach Spa­nien zurück, wo er in den fol­gen­den Jahren einen Wirt­schafts­infor­mations­dienst auf­baut und für ver­schie­dene öster­reichische Zei­tun­gen tätig ist.

Portrait: Ekkehard TertschEkkehard Tertsch, 1940er Jahre