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Theodor Tantzen

14. Juni 1877, Heering
11. Januar 1947, Oldenburg

Theodor Tantzen ist ausge­bildeter Land­wirt, der ab 1898 einen eigenen Hof bewirt­schaf­tet. Er ist mit Ottilie Fischer ver­hei­ratet, mit der er fünf Söhne hat. Bis 1918 ist Theodor Tantzen Mit­glied der Fort­schritt­lichen Volks­partei (FVP), nach dem Ende des Ersten Welt­kriegs tritt er in die Deutsche Demo­krati­sche Partei (DDP) ein und ist von 1919 bis 1923 der erste Minister­präsi­dent des Frei­staates Olden­burg. Er übt diverse poli­tische Funk­tionen und Ver­bands­tätig­keiten aus und gehört der Repu­blik­schutz­orga­ni­sation Reichs­banner Schwarz-Rot-Gold an.    

Nach dem deutschen Über­fall auf Polen wird er als Gegner des Natio­nal­sozia­lismus kurz­zeitig inhaf­tiert. Von den Ver­schwö­rern des 20. Juli 1944 ist er als Unter­beauf­tragter im Wehr­kreis X (Hamburg) vorge­sehen, wes­halb Theodor Tantzen am 21. Juli 1944 fest­ge­nommen und im Polizei­gefäng­nis Bremen inhaf­tiert wird. 

Um den 18. August wird er nach Berlin in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße über­führt und im Sep­tember nach Tegel verlegt. Am 11. Dezember 1944 wird er aus der Haft entlassen. Im April 1945 wird er erneut im Gerichts­gefäng­nis Norden­ham inhaf­tiert, kommt jedoch nach einigen Tagen wieder frei. 

Am 16. Mai 1945 wird Theodor Tantzen erneut zum Minister­präsi­denten von Olden­burg ernannt, Ende 1946 wird er nieder­säch­sischer Ver­kehrs­minister. Er stirbt 1947 an den Folgen eines Schlag­anfalls. 

Portrait: Theodor TantzenTheodor Tantzen, 1938