Theodor Tantzen
11. Januar 1947, Oldenburg
Theodor Tantzen ist ausgebildeter Landwirt, der ab 1898 einen eigenen Hof bewirtschaftet. Er ist mit Ottilie Fischer verheiratet, mit der er fünf Söhne hat. Bis 1918 ist Theodor Tantzen Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei (FVP), nach dem Ende des Ersten Weltkriegs tritt er in die Deutsche Demokratische Partei (DDP) ein und ist von 1919 bis 1923 der erste Ministerpräsident des Freistaates Oldenburg. Er übt diverse politische Funktionen und Verbandstätigkeiten aus und gehört der Republikschutzorganisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen wird er als Gegner des Nationalsozialismus kurzzeitig inhaftiert. Von den Verschwörern des 20. Juli 1944 ist er als Unterbeauftragter im Wehrkreis X (Hamburg) vorgesehen, weshalb Theodor Tantzen am 21. Juli 1944 festgenommen und im Polizeigefängnis Bremen inhaftiert wird.
Um den 18. August wird er nach Berlin in das Zellengefängnis Lehrter Straße überführt und im September nach Tegel verlegt. Am 11. Dezember 1944 wird er aus der Haft entlassen. Im April 1945 wird er erneut im Gerichtsgefängnis Nordenham inhaftiert, kommt jedoch nach einigen Tagen wieder frei.
Am 16. Mai 1945 wird Theodor Tantzen erneut zum Ministerpräsidenten von Oldenburg ernannt, Ende 1946 wird er niedersächsischer Verkehrsminister. Er stirbt 1947 an den Folgen eines Schlaganfalls.








