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Ernst Täubrich

6. April 1896, Roßlau (Elbe)
22. Februar 1945, Berlin

Der Fleischer­meister Ernst Täubrich betreibt zusammen mit seiner Frau Katharina, geb. Schmidt, in Berlin-Wedding eine Flei­scherei. Er ist Mitglied der SPD und enga­giert sich als Gewerk­schafts­funktionär.

Nach 1933 halten er und seine Frau weiter Kontakt zu politisch Gleich­gesinnten und betätigen sich in der Wider­stands­gruppe „Neu Beginnen”. Diese wurde von früheren KPD-Mitglie­dern ins Leben gerufen, in ihr versammeln sich auch Personen, die vor 1933 keine KPD-Mitglieder waren.     

Ernst Täubrich soll auch Kontakte haben zur Betriebs­gruppe der AEG Drontheimer Straße um Richard Weller und Heinrich Leistikow. Wie Weller wird er am 22. Februar 1945 festge­nommen und in das Zellen­gefängnis Lehrter Straße gebracht. Noch am selben Tag wird Ernst Täubrich von der Gestapo laut Eintrag im Gefan­genen­buch „auf der Flucht erschos­sen”. Über die Um­stände und den Ort seines angeb­lichen Flucht­versuchs liegen nur unklare Infor­ma­tionen vor.