Franz Stadler
25. November 1977, München
Franz Stadler wird 1925 in Freising zum Priester geweiht. Er wird Präfekt am Freisinger Knabenseminar und 1931 Direktor der Geschäftsstelle der katholischen Liga-Bank.
Als die Gestapo seit September 1944 nach Pater Augustin Rösch wegen seiner Mitarbeit im Kreisauer Kreis fahndet, taucht dieser auf dem Hof des Landwirts und Mesners Wolfgang Meier in Oberornau unter. Als Franz Stadler sowie der Pfarrer Johann Neumaier ihn dort besuchen, steht der Hof offenbar schon unter der Beobachtung der Gestapo. Augustin Rösch, Wolfgang Meier, drei seiner Kinder, sowie Johann Neumaier und Franz Stadler werden kurz darauf, am 11. Januar 1945, festgenommen.
Wolfgang Meier und zwei seiner Söhne werden in das KZ Dachau eingeliefert. Wolfgang Meier verstirbt dort am 22. Februar 1945.
Franz Stadler, Johann Neumaier und Augustin Rösch werden nach Berlin gebracht und am 13. Januar in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Stadler wird gemeinsam mit Johann Neumaier am 15. Februar 1945 aus der Haft entlassen.
Im März 1945 kehren die beiden Männer in ihre oberbayerische Heimat zurück. Franz Stadler wird 1948 zum Domkapitular und erzbischöflichen Finanzdirektor ernannt.







