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Friedrich Sperl

7. Januar 1897, Bromberg (Bydgoszcz)
5. Juni 1985, Frankfurt am Main

Friedrich Sperl wächst in Po­sen auf und stu­diert in Ros­tock seit 1919 Rechts­wissen­schaften. Seit 1924 arbei­tet er als Minis­terial­beam­ter in Ber­lin und ab 1934 als Reichs­kom­mis­sar an der Ber­liner Bör­se. Nach seiner Ent­lassung aus poli­tischen Grün­den als Lei­ter der Banken­abteil­ung im Reichs­wirt­schafts­minis­terium wird Sperl Vor­stands­mit­glied der Rhei­nisch-West­fäli­schen Boden­credit­bank und ist seit Ende 1940 Refe­rent im Reichs­kom­mis­sari­at für die Ver­wal­tung von Feind­ver­mögen. 

Wegen sei­ner Kon­takte zu Wider­stands­krei­sen um den ehe­mali­gen Leip­ziger Ober­bür­ger­meis­ter Carl Goerdeler wird er nach dem Um­sturz­ver­such vom 20. Juli 1944 An­fang Au­gust fest­genom­men und in den Zellen­bau des Kon­zen­tra­tions­lager Ravens­brück ver­schleppt. Danach ist er bis An­fang Januar 1945 im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 in­haf­tiert und wird an­schlie­ßend in das Kon­zen­tra­tions­lager Sachsen­hau­sen ge­bracht. Nach dem En­de des Krie­ges ist Sperl für ver­schie­dene In­dustrie­verbän­de tätig.

Portrait: Friedrich SperlFriedrich Sperl, 1946