Friedrich Sperl
5. Juni 1985, Frankfurt am Main
Friedrich Sperl wächst in Posen auf und studiert in Rostock seit 1919 Rechtswissenschaften. Seit 1924 arbeitet er als Ministerialbeamter in Berlin und ab 1934 als Reichskommissar an der Berliner Börse. Nach seiner Entlassung aus politischen Gründen als Leiter der Bankenabteilung im Reichswirtschaftsministerium wird Sperl Vorstandsmitglied der Rheinisch-Westfälischen Bodencreditbank und ist seit Ende 1940 Referent im Reichskommissariat für die Verwaltung von Feindvermögen.
Wegen seiner Kontakte zu Widerstandskreisen um den ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister Carl Goerdeler wird er nach dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 Anfang August festgenommen und in den Zellenbau des Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Danach ist er bis Anfang Januar 1945 im Zellengefängnis Lehrter Straße 3 inhaftiert und wird anschließend in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Nach dem Ende des Krieges ist Sperl für verschiedene Industrieverbände tätig.


