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Sergej Sossimov

18. März 1909
23. April 1945, ULAP-Gelände, Berlin-Moabit

Sergej Sossimov ist sowjeti­scher Kriegs­gefan­gener und hat Kontakte zu der Wider­stands­gruppe aus dem AEG-Betrieb Dront­heimer­straße in Berlin-Wed­ding. Laut Herbert Kosney fertigt Sossimov Passier­scheine in russischer Sprache für Angehörige der Wider­stands­gruppe der AEG an. 

Er ist seit dem 22. Februar 1945 im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 inhaf­tiert. Gemein­sam mit Herbert Kosney und Max Jenne­wein, die auch der Wider­stands­gruppe bei der AEG zuzu­ord­nen sind, wird Sergej Sossimov auf Befehl von Heinrich Müller, Chef des Amtes IV (Gestapo) im Reichs­sicher­heits­haupt­amt, in der Nacht von 22. auf den 23. April 1945 auf dem ULAP-Gelände in Moabit erschossen. 

An der Mord­stelle findet Eberhard Bethge am 2. Juni 1945 zwei Fotos von Sergej Sossimov.     

Der Tischler Sergew Sominow [sic] ist mir vom Ansehen bekannt. Er muss Anfang März in die Lehrter­strasse einge­liefert worden sein. Er lief immer mit einem grünen sowjetischen Militär­mantel herum. Soweit ich mich erinnere, ist Sominow entweder Anfang April von der Lehrterstr. weg­gekommen oder er ist anlässlich der Sonder­aktion gegen die Berliner Kommu­nisten mit diesen gemein­sam erschossen worden.

Hans von Reclam über den Mithäftling Sergej Sossimov in einem Schreiben an Carl-Hans Graf Hardenberg, 23. Oktober 1946

Quelle: Archiv der Stiftung Hilfswerk 20. Juli 1944

Portrait: Sergej SossimovSergej Sossimov