Rajmund Šmarda
20. Juli 1955, Bratislava
Während des Slowakischen Nationalaufstandes im August 1944 ist Rajmund Šmarda Kommandant der Flak in Bratislava. Dieser kommt eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Slowakei gegen eine deutsche Besetzung zu. Am 31. August 1944 empfiehlt Šmarda dem Verteidigungsminister General Ferdinand Čatloš, die Flak aus Engerau (Petržalka) nach Bratislava zu verlagern. Er bereitet die Verlagerung noch am selben Tag vor. Doch bereits am 1. September 1944 wird Bratislava durch die Deutschen entwaffnet und Rajmund Šmarda festgenommen.
Rajmund Šmarda wird in Wien und Brünn verhört und schließlich gemeinsam mit dem Ökonom Imrich Karvaš und General Štefan Jurech nach Berlin gebracht und am 5. Januar 1945 in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert.
Am 12. März wird Rajmund Šmarda aus der Haft entlassen und der slowakischen Nachrichtenabteilung beim Verteidigungsministerium übergeben. Er meldet sich aber nicht zum Dienst und taucht bis zur Befreiung von Bratislava durch die Rote Armee unter.
Nach dem Ende des Krieges wird er in die Tschechoslowakische Armee eingegliedert und 1949 in den Ruhestand versetzt. Sein weiterer Lebensweg ist nicht bekannt.


