‹ zurück zur Übersicht

Rajmund Šmarda

25. Oktober 1894, Brünn (Brno)
20. Juli 1955, Bratislava

Während des Slowa­kischen National­auf­standes im August 1944 ist Rajmund Šmarda Komman­dant der Flak in Bratislava. Dieser kommt eine wichtige Rolle bei der Ver­tei­digung der Slowakei gegen eine deutsche Beset­zung zu. Am 31. August 1944 empfiehlt Šmarda dem Vertei­digungs­minister General Ferdinand Čatloš, die Flak aus Engerau (Petržalka) nach Bratis­lava zu ver­lagern. Er bereitet die Verlage­rung noch am selben Tag vor. Doch bereits am 1. Septem­ber 1944 wird Bratislava durch die Deutschen ent­waff­net und Rajmund Šmarda fest­genommen. 

Rajmund Šmarda wird in Wien und Brünn ver­hört und schließ­lich gemein­sam mit dem Ökonom Imrich Karvaš und General Štefan Jurech nach Berlin gebracht und am 5. Januar 1945 in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 ein­geliefert. 

Am 12. März wird Rajmund Šmarda aus der Haft ent­lassen und der slowa­kischen Nach­rich­ten­abteilung beim Ver­teidi­gungs­ministe­rium über­geben. Er meldet sich aber nicht zum Dienst und taucht bis zur Befrei­ung von Bratislava durch die Rote Armee unter. 

Nach dem Ende des Krieges wird er in die Tsche­choslowa­kische Armee einge­glie­dert und 1949 in den Ruhestand versetzt. Sein weiterer Lebensweg ist nicht bekannt. 

Portrait: Rajmund ŠmardaRajmund Šmarda