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Wilhelm Senzky

4. Juli 1904, Rothsürben (Żórawina)
16. Juni 1952

Wilhelm Senzky absol­viert zunächst eine Ausbil­dung als Zimmer­mann und studiert anschlie­ßend an der Tech­nischen Hoch­schule in Braun­schweig Archi­tektur. In den folgenden Jahren ist er als Bau­führer bei ver­schie­denen Unter­nehmen tätig, zwischen 1933 und 1936 als Geschäfts­führer der Deutschen Eisen­bahn-Woh­nungs­bau GmbH in Breslau. 

Gemeinsam mit Hermann Linde­mann gründet er 1936 die Awog Ange­stellten-Woh­nungs­bau GmbH in Berlin. Wilhelm Senzky, der bis 1933 im Bund tech­nischer Ange­stellter des Allge­meinen Deutschen Gewerk­schafts­bundes en­gagiert gewesen ist, steht auch nach der national­sozialis­tischen Macht­über­nahme in Kontakt zu Wilhelm Leuschner sowie zu den früheren Breslauer Gewerk­schafts­funktio­nären Oswald Wiersich und Fritz Voigt.

Als der Vetter seines Geschäfts­partners, der General Fritz Linde­mann, nach dem Scheitern des Umsturz­ver­suchs vom 20. Juli 1944 unter­taucht, bittet ihn Hermann Linde­mann um Unter­stützung. Er beher­bergt Fritz Lindemann und stellt für ihn den Kontakt zu Horst von Peters­dorff her.  

Wilhelm Senzky wird am 4. September 1944 fest­genom­men und im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 inhaf­tiert. Ende September wird er mit weiteren Häft­lingen in das Unter­suchungs­gefäng­nis Berlin-Tegel über­stellt, nach einem schweren Luft­angriff jedoch am 7. Oktober in das Zellen­gefängnis zurück­gebracht.

Am 1. Dezember 1944 wird er vom „Volks­ge­richts­hof” zu drei Jahren Zucht­haus verur­teilt und am 8. Januar 1945 in das Zucht­haus Branden­burg-Görden über­stellt, wo er am 29. April 1945 von sowje­tischen Truppen befreit wird.

Wilhelm Senzky und seine Frau Ilse kommen bei einem Segel­unfall ums Leben. 

Portrait: Wilhelm SenzkyWilhelm Senzky