Wilhelm Senzky
16. Juni 1952
Wilhelm Senzky absolviert zunächst eine Ausbildung als Zimmermann und studiert anschließend an der Technischen Hochschule in Braunschweig Architektur. In den folgenden Jahren ist er als Bauführer bei verschiedenen Unternehmen tätig, zwischen 1933 und 1936 als Geschäftsführer der Deutschen Eisenbahn-Wohnungsbau GmbH in Breslau.
Gemeinsam mit Hermann Lindemann gründet er 1936 die Awog Angestellten-Wohnungsbau GmbH in Berlin. Wilhelm Senzky, der bis 1933 im Bund technischer Angestellter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes engagiert gewesen ist, steht auch nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Kontakt zu Wilhelm Leuschner sowie zu den früheren Breslauer Gewerkschaftsfunktionären Oswald Wiersich und Fritz Voigt.
Als der Vetter seines Geschäftspartners, der General Fritz Lindemann, nach dem Scheitern des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 untertaucht, bittet ihn Hermann Lindemann um Unterstützung. Er beherbergt Fritz Lindemann und stellt für ihn den Kontakt zu Horst von Petersdorff her.
Wilhelm Senzky wird am 4. September 1944 festgenommen und im Zellengefängnis Lehrter Straße 3 inhaftiert. Ende September wird er mit weiteren Häftlingen in das Untersuchungsgefängnis Berlin-Tegel überstellt, nach einem schweren Luftangriff jedoch am 7. Oktober in das Zellengefängnis zurückgebracht.
Am 1. Dezember 1944 wird er vom „Volksgerichtshof” zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt und am 8. Januar 1945 in das Zuchthaus Brandenburg-Görden überstellt, wo er am 29. April 1945 von sowjetischen Truppen befreit wird.
Wilhelm Senzky und seine Frau Ilse kommen bei einem Segelunfall ums Leben.









































