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Fritz Schwinzert

6. Juni 1903, Berlin
18. Dezember 1971, Heidelberg

Fritz Schwinzert wächst als Sohn eines Kellners in Berlin-Schöne­berg auf und absolviert nach der Volks­schule eine Kondi­tor­lehre. Nach einer Zwischenstation als Arbeiter in Hamburg arbeitet er ab 1924 in Berlin im Bau- und Gast­stätten­gewerbe und betreibt zwei Jahre ein Lebens­mittel­geschäft in Berlin-Schöne­berg. 

Ab 1935 arbeitet er in der AEG-Tur­binen­fabrik in der Hutten­straße in Berlin-Moa­bit. 1936 muss er wegen einer Nerven­ent­zündung die kör­perliche Arbeit aufgeben und wird als kauf­männischer Ange­stellter wei­terbeschäf­tigt, zuletzt als Fabrik­inspektor und Leiter des Trans­port­wesens. 

Fritz Schwinzert schließt sich bereits 1936 der kommu­nistischen Betriebs­gruppe um Wilhelm Leist an, betei­ligt sich an der Weiter­gabe von Flug­blättern und an den Samm­lungen für Ver­folgte des NS-Regimes. Im Februar 1943 wird er das erste Mal von der Gestapo fest­genom­men, denn er hat außer­dem noch Kontakt zu Robert Uhrig und dessen Gruppe. Nach einem Ver­hör und einer Gegen­über­stellung mit Uhrig wird er jedoch wieder frei­ge­lassen. 

Am 22. Februar 1945 wird Fritz Schwinzert erneut fest­ge­nommen und im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 inhaftiert. Ange­klagt wegen „Nicht­anzeige eines hoch­verrä­teri­schen Unter­nehmens” wird er vom Berliner Kammer­ge­richt am 21. März 1945 zu vier Jahren Gefängnis ver­urteilt. Fritz Schwinzert wird am 27. April 1945 von der Roten Armee aus dem Gefäng­nis Moabit befreit.

Portrait: Fritz SchwinzertFritz Schwinzert, nach 1945