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Walther Schwartz

4. Dezember 1885, Königsberg (Kaliningrad)
20. Juli 1945, Königsberg (Kaliningrad)

Walther Schwartz studiert in Berlin und München Hochbau und schließt an sein Diplom eine Aus­bildung zum Regie­rungs­bau­führer in Berlin an. Er arbeitet seit 1912 für die Bau­polizei in Königs­berg und wird 1919 als Magis­trats­bau­rat auf Lebens­zeit ange­stellt. Walther Schwartz tritt nach seiner Teil­nahme am Ersten Welt­krieg in die Deut­sche Volks­partei (DVP) ein und ist von 1919 bis 1933 Stadt­ver­ord­neter in Königs­berg. 

1933 wird er seines Amts ent­hoben und auf unter­geord­neten Stellen weiter­beschäf­tigt. Auch sein politisches Amt muss er auf­geben. Seit etwa 1935 ist Walther Schwartz mit Carl Goerdeler befreun­det, der ihn in seine poli­tischen Pläne nach einem geglück­ten Umsturz ein­bezieht und ihn für ein Amt in der Kommunal­politik Königs­bergs vor­sieht. 

Walther Schwartz wird am 15. August 1944 festge­nommen und am 16. Septem­ber in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 in Berlin über­führt. Am 3. Januar 1945 wird er vom „Volks­gerichts­hof” unter Roland Freisler zu fünf Jahren Zucht­haus ver­urteilt und am 1. Februar in das Zucht­haus Bran­den­burg-Gör­den über­stellt, wo er am 28. April 1945 von der Roten Armee befreit wird. 

Walther Schwartz kehrt etwa Ende Mai 1945 nach Königs­berg zurück, um dort eine deutsche Zivil­verwal­tung aufzu­bauen, was von der sowje­tischen Besat­zung nicht zuge­lassen wird. Er stirbt wenige Wochen später, am 20. Juli 1945, noch von der Haft geschwächt an einem Herz­infarkt.  

Portrait: Walther SchwartzWalther Schwartz