Walther Schwartz
20. Juli 1945, Königsberg (Kaliningrad)
Walther Schwartz studiert in Berlin und München Hochbau und schließt an sein Diplom eine Ausbildung zum Regierungsbauführer in Berlin an. Er arbeitet seit 1912 für die Baupolizei in Königsberg und wird 1919 als Magistratsbaurat auf Lebenszeit angestellt. Walther Schwartz tritt nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg in die Deutsche Volkspartei (DVP) ein und ist von 1919 bis 1933 Stadtverordneter in Königsberg.
1933 wird er seines Amts enthoben und auf untergeordneten Stellen weiterbeschäftigt. Auch sein politisches Amt muss er aufgeben. Seit etwa 1935 ist Walther Schwartz mit Carl Goerdeler befreundet, der ihn in seine politischen Pläne nach einem geglückten Umsturz einbezieht und ihn für ein Amt in der Kommunalpolitik Königsbergs vorsieht.
Walther Schwartz wird am 15. August 1944 festgenommen und am 16. September in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 in Berlin überführt. Am 3. Januar 1945 wird er vom „Volksgerichtshof” unter Roland Freisler zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt und am 1. Februar in das Zuchthaus Brandenburg-Görden überstellt, wo er am 28. April 1945 von der Roten Armee befreit wird.
Walther Schwartz kehrt etwa Ende Mai 1945 nach Königsberg zurück, um dort eine deutsche Zivilverwaltung aufzubauen, was von der sowjetischen Besatzung nicht zugelassen wird. Er stirbt wenige Wochen später, am 20. Juli 1945, noch von der Haft geschwächt an einem Herzinfarkt.
















