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Viktor Schulz

10. September 1893, Niederlimberg/Saar
3. November 1978, Berlin (West)

Viktor Schulz studiert nach der Teil­nahme am Ersten Welt­krieg National­ökono­mie und absol­viert eine Aus­bildung im Bank- und Export­wesen. Seit Mitte der 1930er Jahre ist er in der Industrie tätig, zuletzt als Direktor des Berg­haus-Kon­zerns. Viktor Schulz ist mit Reichs­kriminal­direktor Arthur Nebe und mit dem Polizei­arzt Albrecht Olbertz befreun­det. Nach dem Scheitern des Umsturz­versuchs vom 20. Juli 1944 gewährt er dem unter­getauch­ten Arthur Nebe Unter­kunft. 

Nach­dem sich der Ver­dacht einer Betei­ligung Nebes am Umsturz­ver­such vom 20. Juli für die Gestapo erhärtet hat, wird Viktor Schulz am 16. August 1944 festge­nommen und zum Verbleib Nebes verhört. Am 7. Septem­ber 1944 wird er zunächst wieder frei­ge­lassen. Nach der Fest­nahme Nebes am 16. Januar 1945 belastet dieser in Ver­hören seine Flucht­helfer schwer. 

Viktor Schulz wird am 20. Januar 1945 erneut festge­nommen und in die Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Wieder­holt wird er in der Ges­tapo­zentrale in der Prinz-Albrecht-Straße 8 ver­hört. Am 23. März 1945 legt der Ober­reichs­anwalt beim „Volks­gerichts­hof” die Anklage gegen Schulz und weitere Flucht­helfer Nebes vor. 

Ein für den 21. April 1945 ange­setzter Ver­hand­lungs­termin kommt aufgrund der Kriegs­entwicklung nicht mehr zustande. Viktor Schulz wird am 23. April 1945 zunächst formal der Justiz über­stellt und am 25. April aus dem Zellen­gefäng­nis Lehr­ter Straße ent­las­sen.