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Ernst Schneider

19. Dezember 1901, Berlin
10. Mai 1970, Berlin (West)

Nach der Volks­schule absol­viert Ernst Schneider eine Lehre zum Werk­zeug­macher und arbeitet anschlie­ßend in ver­schie­denen Groß­betrieben, unter anderem bei Borsig, Schwartz­kopff und Krupp. Von 1918 bis 1923 ist er Mitglied des kom­munis­tischen Jugend­ver­bandes (KJVD). 

1939 wird Ernst Schneider zur AEG in Berlin-Rei­nicken­dorf, Dront­heimer Straße, dienst­ver­pflichtet. Dort gehört er seit 1941 einer Wider­stands­gruppe um Richard Weller und Franz Pieper an, die auch Sabotage an Rüs­tungs­gütern betreibt. Ernst Schneider ist Ver­bin­dungs­mann zu der Be­triebs­gruppe der AEG in der Hutten­straße um Wilhelm Leist, die Anfang 1945 von einem Spitzel der Gestapo ent­tarnt wird.

Ernst Schneider wird am 7. März 1945 an seinem Arbeits­platz von der Gestapo fest­ge­nom­men und in das Zellen­ge­fäng­nis Lehrter Straße 3 ein­gelie­fert. Am 24. März 1945 ver­urteilt ihn das Kammer­gericht Berlin wegen „Vor­berei­tung zum Hoch­verrat” und „Feind­be­güns­tigung” zu sechs Jahren Zucht­haus. 

Gemein­sam mit seinem Mit­an­geklag­ten Walter Klaus und 75 weiteren Gefan­genen wird er in das Straf­gefan­genen­lager Griebo über­führt. Am 25. April 1945 werden die Häft­linge des Zucht­haus­lagers wegen des Vor­marsches sowje­tischer Truppen entlas­sen und Ernst Schneider kehrt nach Berlin zurück.

Portrait: Ernst SchneiderErnst Schneider, um 1946