Kurt Schatter
23. Februar 1962, Berlin (Ost)
Kurt Schatter wächst im Erzgebirge auf und ist nach seiner Lehrerausbildung als Volksschullehrer in Chemnitz tätig. Er ist Mitglied in der Demokratischen Volkspartei (DVP) und gehört von 1911 bis 1919 dem Parteivorstand an. 1919 tritt er in die SPD ein und ist ab 1920 besoldeter Stadtrat und Dezernent des Jugend- und Wohlfahrtsamtes Chemnitz.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wird er entlassen, zieht nach Berlin und wird für die Gothaer Lebensversicherung tätig. Er hat Kontakt zu verschiedenen Widerstandskreisen und beherbergt Ende Juli 1944 den nach dem gescheiterten Umsturzversuch flüchtigen Carl Goerdeler, den er aus seiner Zeit als Stadtrat kennt.
Am 24. September 1944 wird Kurt Schatter selbst festgenommen und drei Tage später in das Berliner Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 18. Januar 1945 zu einer einjährigen Haftstrafe. Am 25. Februar 1944 wird er in das Gefängnis Tegel verlegt, aus dem er Ende April entlassen wird.
Nach Kriegsende arbeitet Kurt Schatter in der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung der SBZ und tritt 1945 in die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) ein. Von 1949 bis 1951 ist er Hauptabteilungsleiter im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR. Er gehört zudem zum engeren Vorstand der VVN.














