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Kurt Schatter

24. Dezember 1881, Olbernhau
23. Februar 1962, Berlin (Ost)

Kurt Schatter wächst im Erz­gebirge auf und ist nach seiner Lehrer­aus­bildung als Volks­schul­lehrer in Chemnitz tätig. Er ist Mit­glied in der Demo­krati­schen Volks­partei (DVP) und gehört von 1911 bis 1919 dem Partei­vorstand an. 1919 tritt er in die SPD ein und ist ab 1920 besol­deter Stadt­rat und Dezer­nent des Jugend- und Wohl­fahrts­amtes Chem­nitz. 

Nach der natio­nal­sozia­listi­schen Macht­über­nahme wird er ent­lassen, zieht nach Berlin und wird für die Gothaer Lebens­ver­sicherung tätig. Er hat Kon­takt zu ver­schie­denen Wider­stands­kreisen und beher­bergt Ende Juli 1944 den nach dem geschei­terten Um­sturz­versuch flüch­tigen Carl Goerdeler, den er aus seiner Zeit als Stadt­rat kennt.  

Am 24. Septem­ber 1944 wird Kurt Schatter selbst fest­genom­men und drei Tage später in das Berliner Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 einge­liefert. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 18. Januar 1945 zu einer einjäh­rigen Haft­strafe. Am 25. Februar 1944 wird er in das Gefäng­nis Tegel ver­legt, aus dem er Ende April ent­lassen wird. 

Nach Kriegs­ende arbeitet Kurt Schatter in der Deutschen Zentral­ver­waltung für Volks­bildung der SBZ und tritt 1945 in die Liberal-Demo­krati­sche Partei Deutsch­lands (LDPD) ein. Von 1949 bis 1951 ist er Haupt­abtei­lungs­leiter im Minis­terium für Aus­wär­tige Ange­legen­hei­ten der DDR. Er gehört zudem zum engeren Vorstand der VVN.  

Portrait: Kurt SchatterKurt Schatter