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Eddy Schacht

4. November 1872, Brooklyn
25. Februar 1952, Zürich

Eddy Schacht wird als Sohn eines deutschen Kauf­manns in den USA geboren und kommt 1876 mit seinen Eltern nach Deutsch­land, wo am 22. Januar 1877 sein Bruder Hjalmar zur Welt kommt. Nach dem Besuch eines Gymna­siums in Hamburg studiert er in Kiel Medizin. 1909 lässt er sich in Baden-Baden als Arzt nieder und betreibt die dortige Praxis in den Sommer­monaten, den Rest des Jahres übt er seinen Beruf in London und Assuan aus. Am Ersten Welt­krieg nimmt er als Militär­arzt im Range eines Majors in der mit dem Deutschen Reich ver­bün­deten türki­schen Armee teil. 

Sein Bruder, der ehe­malige Reichs­bank­präsident Hjalmar Schacht, wird nach dem Scheitern des Atten­tats auf Hitler am 23. Juli 1944 auf­grund seiner Ver­bindun­gen zu den Ver­schwö­rern fest­genom­men und bis Kriegs­ende inhaf­tiert. Eddy Schacht wird am 30. Okto­ber 1944 in „Sippen­haft” genom­men, nach Berlin gebracht und am 1. Novem­ber in die Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­ge­fäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Dort bleibt er bis zum 18. Januar 1945 in Haft. 

Nach seiner Ent­lassung kehrt nach Baden-Baden zurück, wo er im Januar 1946 als kom­missari­scher Bürger­meister ein­gesetzt wird.