Joachim Sadrozinski
29. September 1944, Berlin-Plötzensee
Joachim Sadrozinski schlägt eine Offizierslaufbahn ein und tritt im April 1926 in die Reichswehr ein. Er ist mit Elfriede Hempel verheiratet, mit der er eine Tochter und vier Söhne hat. Im Mai 1939 wird Sadrozinski zur Kriegsakademie nach Berlin abgeordnet. Nach verschiedenen Fronteinsätzen im Zweiten Weltkrieg wird der Oberstleutnant im Generalstab wegen einer Verwundung im Juni 1944 zur „Führerreserve” beim Oberkommando des Heeres versetzt. Dort dient er als Gruppenleiter im Stab von General Friedrich Fromm, dessen Stabschef wenige Wochen zuvor Claus Schenk Graf von Stauffenberg geworden ist.
Am 20. Juli 1944 arbeitet Joachim Sadrozinski nach der Festsetzung des gemeinsamen Vorgesetzten Generaloberst Fromm im Berliner Bendlerblock eng mit Stauffenberg zusammen.
Joachim Sadrozinski wird unmittelbar nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 von der Gestapo festgenommen und laut Festnahmeliste am 21. Juli in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 gebracht. Am 14. August wird er aus der Wehrmacht ausgestoßen und am 21. August 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Joachim Sadrozinski wird am 29. September in Berlin-Plötzensee ermordet.




















