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Gustav Sadranowski

19. August 1898, Elbing (Elbląg)
10. April 1945, Berlin-Plötzensee

Der aus Elbing stam­mende Dreher und Werk­meister Gustav Sadranowski ist vor 1933 Mit­glied der SPD. Seit 1925 ist er ver­heira­tet mit Luise, geb. Hagel­mann. 

Während des national­sozia­listischen Regimes arbeitet er in der AEG-Tur­binen­fabrik in der Berliner Hutten­straße in Berlin-Wed­ding und schließt sich dort der betrieb­lichen Wider­stands­gruppe um Wilhelm Leist an, die Familien von politisch Verfolg­ten mit Geld und Essens­marken unter­stützt, Flug­blätter weiter­gibt und Aus­lands­nach­richten verbrei­tet. 

Als die Gestapo die Gruppe wegen eines Spitzels Anfang 1945 aufdeckt, wird auch Gustav Sadranowski an seinem Arbeits­platz fest­ge­nommen und im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße inhaf­tiert. Am 21. März 1945 werden er, Wilhelm Leist und fünf weitere Arbeitskameraden vom Berliner Kammer­gericht in zum Tode ver­urteilt. Noch am gleichen Tag wird er in das Straf­gefäng­nis Berlin-Plötzen­see über­stellt und dort am 10. April 1945 ermordet.