Gustav Sadranowski
10. April 1945, Berlin-Plötzensee
Der aus Elbing stammende Dreher und Werkmeister Gustav Sadranowski ist vor 1933 Mitglied der SPD. Seit 1925 ist er verheiratet mit Luise, geb. Hagelmann.
Während des nationalsozialistischen Regimes arbeitet er in der AEG-Turbinenfabrik in der Berliner Huttenstraße in Berlin-Wedding und schließt sich dort der betrieblichen Widerstandsgruppe um Wilhelm Leist an, die Familien von politisch Verfolgten mit Geld und Essensmarken unterstützt, Flugblätter weitergibt und Auslandsnachrichten verbreitet.
Als die Gestapo die Gruppe wegen eines Spitzels Anfang 1945 aufdeckt, wird auch Gustav Sadranowski an seinem Arbeitsplatz festgenommen und im Zellengefängnis Lehrter Straße inhaftiert. Am 21. März 1945 werden er, Wilhelm Leist und fünf weitere Arbeitskameraden vom Berliner Kammergericht in zum Tode verurteilt. Noch am gleichen Tag wird er in das Strafgefängnis Berlin-Plötzensee überstellt und dort am 10. April 1945 ermordet.



