Heinz Rosenberg
20. Februar 1945, KZ Sachsenhausen
Heinz Rosenberg wächst bei seiner Mutter in Berlin auf und absolviert eine Ausbildung als Verkäufer. Nach 1933 ist er vor allem als Fensterputzer tätig. Nachdem seine Geschwister aufgrund ihrer jüdischen Herkunft bereits 1938/39 nach England und Australien emigriert sind, beschließt Heinz Rosenberg 1942, sich der drohenden Deportation zu entziehen und taucht in Berlin unter.
Er lebt zunächst in Berlin-Neukölln in einem Laden, den sein Freund Siegfried Forstreuter, mit dem er seit ihrer gemeinsamen Zeit im Berliner Arbeitersportverein „Fichte” befreundet ist, für ihn angemietet hat. Ende 1943 lernt er den Kommunisten Anton Saefkow kennen, der gemeinsam mit Franz Jacob und Bernhard Bästlein ein Netz verbotener Widerstandsgruppen aufbaut. Heinz Rosenberg arbeitet in der Folgezeit unter dem Decknamen „Steffen” im Sicherheitsapparat der Widerstandsgruppe und ist mit der Absicherung konspirativer Treffen befasst.
Saefkow und Jacob werden am 4. Juli 1944 festgenommen. Zwei Tage später wird auch Heinz Rosenberg festgenommen und am 14. August 1944 in das Gefängnis Lehrter Straße 3 überstellt, wo er in der Gestapo-Abteilung als Hilfskalfaktor eingesetzt wird.
Heinz Rosenberg, der als Jude kein Gerichtsverfahren mehr erhält, wird am 20. Februar 1945 in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht und dort erschossen.





