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Heinz Rosenberg

20. Juni 1912, Berlin
20. Februar 1945, KZ Sachsenhausen

Heinz Rosenberg wächst bei seiner Mutter in Berlin auf und absol­viert eine Aus­bildung als Ver­käufer. Nach 1933 ist er vor allem als Fenster­putzer tätig. Nach­dem seine Geschwis­ter auf­grund ihrer jüdischen Herkunft bereits 1938/39 nach Eng­land und Aus­tralien emigriert sind, beschließt Heinz Rosenberg 1942, sich der drohenden Depor­tation zu ent­ziehen und taucht in Berlin unter. 

Er lebt zunächst in Berlin-Neu­kölln in einem Laden, den sein Freund Siegfried Forstreuter, mit dem er seit ihrer gemein­samen Zeit im Berliner Arbeiter­sport­verein „Fichte” be­freundet ist, für ihn ange­mietet hat. Ende 1943 lernt er den Kommu­nisten Anton Saefkow kennen, der gemein­sam mit Franz Jacob und Bernhard Bästlein ein Netz verbo­tener Wider­stands­gruppen auf­baut. Heinz Rosenberg arbeitet in der Folge­zeit unter dem Deck­namen „Steffen” im Sicher­heits­apparat der Wider­stands­gruppe und ist mit der Absicherung kons­pira­tiver Treffen befasst. 

Saefkow und Jacob werden am 4. Juli 1944 festge­nommen. Zwei Tage später wird auch Heinz Rosenberg festge­nommen und am 14. August 1944 in das Gefängnis Lehrter Straße 3 überstellt, wo er in der Gesta­po-Abtei­lung als Hilfs­kalfaktor eing­esetzt wird. 

Heinz Rosenberg, der als Jude kein Gerichts­ver­fahren mehr erhält, wird am 20. Februar 1945 in das Kon­zen­trations­lager Sachsen­hausen gebracht und dort erschossen.

Portrait: Heinz RosenbergHeinz Rosenberg, um 1943