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Arthur Rosenberg

22. Februar 1873, Löbau
1. August 1957, Berlin (West)

Arthur Rosen­berg wird als Sohn des jüdischen Hoteliers Semi Rosen­berg geboren. Er studiert Medi­zin in Königs­berg und lässt sich 1903 als prak­tischer Arzt in Berlin nieder. Seit 1920 ist er mit der Violi­nistin Elisa­beth Bodenstein ver­hei­ratet, 1924 und 1926 kommen die Söhne Heinz und Walter zur Welt. 

Nachdem jüdi­schen Ärzten am 1. Oktober 1938 die Appro­bation ent­zogen wird, darf Arthur Rosen­berg nur noch Familien­ange­hörige und Jüdinnen und Juden behan­deln. Das Ehe­paar Rosenberg lebt seit Mitte der 1930er Jahre ge­trennt, da Arthur Rosenberg jedoch durch die Ehe mit seiner nicht­jüdischen Frau vor der Depor­tation ge­schützt ist, lässt sich das Paar nicht scheiden. 1939 emi­grieren die beiden Söhne nach Groß­britannien. 

Ab 1943 teilen sich Arthur und Elisabeth auf­grund ihrer zu­nehmend schwie­riger werden­den finan­ziellen Situation wieder eine gemein­same Wohnung. Auf Bitten von Elisa­beth Rosen­bergs Freund Hans John ver­steckt das Ehe­paar dort mehr­fach den flüch­tigen Ludwig Gehre, der zum Wider­stands­kreis im Amt Aus­land/Abwehr im Ober­komman­do der Wehr­macht gehört.

Am 4. Oktober 1944 wer­den beide fest­genom­men. Arthur Rosen­berg wird in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 einge­liefert, seine Ehe­frau im Gerichts­gefäng­nis Kant­straße 79 inhaf­tiert. Arthur Rosen­berg wird am 15. Februar 1945 in das Sammel­lager Schul­straße über­stellt, wo er das Kriegs­ende erlebt. Danach prakti­ziert er wieder als Arzt.

Portrait: Arthur RosenbergArthur Rosenberg, um 1945