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Ernst Röchling

28. März 1888, Ludwigshafen
24. Januar 1964, Düsseldorf

Der Export­leiter und Diplom­inge­nieur Ernst Röchling ist am Tag des Um­sturz­ver­suchs auf Geschäfts­reise in Italien und kehrt am 21. Juli 1944 nach Paris zurück. Am Abend erfährt er von Cäsar von Hof­acker genauere Details über das Atten­tat auf Hitler. 

Hofacker ist seit der Beset­zung Frank­reichs in der deutschen Mili­tär­ver­wal­tung in Paris tätig und seit Herbst 1943 Teil des Stabs des Militär­be­fehls­habers für Fran­kreich unter General Carl Heinrich von Stülp­nagel. Im Zuge der Vorbe­rei­tung des Um­sturz­ver­suchs stellte der Vetter Stauffen­bergs die Ver­bin­dung zwischen den mili­täri­schen Oppo­si­tions­kreisen in Paris und Berlin her. 

Ernst Röchling versteckt Cäsar von Hof­acker in den nächsten Tagen in seiner Woh­nung. Dafür wird er am 25. Juli 1944 in Paris fest­genom­men und Mitte August 1945 in das Zellen­ge­fäng­nis Lehrter Straße 3 einge­liefert. Nach seiner Ver­ur­teilung zu fünf Jahren Zucht­haus durch den „Volks­ge­richts­hof“ am 12. Januar 1945 wird er Anfang Februar 1945 in das Zucht­haus Bran­den­burg verlegt. Dort wird Ernst Röchling am 27. April 1945 von der Roten Armee befreit.   

Portrait: Ernst RöchlingErnst Röchling an seinem 70. Geburtstag, März 1958