Ernst Röchling
24. Januar 1964, Düsseldorf
Der Exportleiter und Diplomingenieur Ernst Röchling ist am Tag des Umsturzversuchs auf Geschäftsreise in Italien und kehrt am 21. Juli 1944 nach Paris zurück. Am Abend erfährt er von Cäsar von Hofacker genauere Details über das Attentat auf Hitler.
Hofacker ist seit der Besetzung Frankreichs in der deutschen Militärverwaltung in Paris tätig und seit Herbst 1943 Teil des Stabs des Militärbefehlshabers für Frankreich unter General Carl Heinrich von Stülpnagel. Im Zuge der Vorbereitung des Umsturzversuchs stellte der Vetter Stauffenbergs die Verbindung zwischen den militärischen Oppositionskreisen in Paris und Berlin her.
Ernst Röchling versteckt Cäsar von Hofacker in den nächsten Tagen in seiner Wohnung. Dafür wird er am 25. Juli 1944 in Paris festgenommen und Mitte August 1945 in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Nach seiner Verurteilung zu fünf Jahren Zuchthaus durch den „Volksgerichtshof“ am 12. Januar 1945 wird er Anfang Februar 1945 in das Zuchthaus Brandenburg verlegt. Dort wird Ernst Röchling am 27. April 1945 von der Roten Armee befreit.












