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Helmuth Rhenius

14. April 1893, Berlin
12. September 1979, Hamburg

Der Jurist und Kaufmann Helmuth Rhenius ist in den 1930er Jahren Vor­stands­mitglied der Rick­mers Reederei AG in Hamburg und über­nimmt Anfang 1942 im Auftrag der Kriegs­marine für die „Reichs­werke AG für Binnen­schifffahrt“ die kauf­männische Lei­tung der Werft im deutsch besetzten Nikolajew in der Ukraine. Seit Früh­jahr 1944 hat er in Wien die Auf­sicht über verschie­dene Donau-Schiff­fahrts­gesell­schaften. Über seinen engen Freund aus der Schul­zeit, den ehe­maligen Staats­beamten Erwin Planck, erhält er Kon­takte zu den Ver­schwö­rern des Umsturz­versuches vom 20. Juli 1944, für deren Macht­übernahme er seinen Konzern vor­bereiten soll. 

Helmut Rhenius wird am 27. Oktober 1944 von der Gestapo fest­genom­men und im Zellen­gefängnis Lehrter Straße inhaf­tiert. Er wird aus der NSDAP aus­gestoßen und gegen ihn wird An­klage wegen „Wehr­kraftzer­setzung“ und „Bei­hilfe zum Hoch­verrat“ erho­ben, zu einem Prozess vor dem „Volks­gerichts­hof“ gegen ihn kommt es wegen des Vor­rückens der Roten Armee jedoch nicht mehr. Rhenius wird am 25. April 1945 aus dem Zellen­gefängnis ent­lassen. 

Nach dem Krieg ist er Vorstands­mitglied ver­schie­dener Schifffahrts­unter­nehmen und sitzt für die CDU in der Ham­burger Bürger­schaft.