Helmuth Rhenius
12. September 1979, Hamburg
Der Jurist und Kaufmann Helmuth Rhenius ist in den 1930er Jahren Vorstandsmitglied der Rickmers Reederei AG in Hamburg und übernimmt Anfang 1942 im Auftrag der Kriegsmarine für die „Reichswerke AG für Binnenschifffahrt“ die kaufmännische Leitung der Werft im deutsch besetzten Nikolajew in der Ukraine. Seit Frühjahr 1944 hat er in Wien die Aufsicht über verschiedene Donau-Schifffahrtsgesellschaften. Über seinen engen Freund aus der Schulzeit, den ehemaligen Staatsbeamten Erwin Planck, erhält er Kontakte zu den Verschwörern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944, für deren Machtübernahme er seinen Konzern vorbereiten soll.
Helmut Rhenius wird am 27. Oktober 1944 von der Gestapo festgenommen und im Zellengefängnis Lehrter Straße inhaftiert. Er wird aus der NSDAP ausgestoßen und gegen ihn wird Anklage wegen „Wehrkraftzersetzung“ und „Beihilfe zum Hochverrat“ erhoben, zu einem Prozess vor dem „Volksgerichtshof“ gegen ihn kommt es wegen des Vorrückens der Roten Armee jedoch nicht mehr. Rhenius wird am 25. April 1945 aus dem Zellengefängnis entlassen.
Nach dem Krieg ist er Vorstandsmitglied verschiedener Schifffahrtsunternehmen und sitzt für die CDU in der Hamburger Bürgerschaft.





