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Eberhard Plewe

7. Dezember 1905, Berlin
22. Mai 1986, Berlin (West)

Eberhard Plewe besteht 1933 die große juris­tische Staats­prüfung und promo­viert 1934. Bis zur Macht­über­nahme Hitlers steht Plewe als Aus­lands­ver­treter an der Spitze des Deutschen Pfad­finder­bundes. Als dieser in der „Reichs­schaft deutscher Pfad­finder“ aufgeht, behält er diesen Posten zunächst auch in der neuen Dach­organi­sation. Im zweiten Halbjahr 1933 beginnen die Repres­sionen gegen den Pfad­finder­bund. Da Plewe seine Kon­takte ins Ausland weiter pflegt, verliert er Anfang 1934 sein Amt und ist nach Haus­durch­suchungen gezwun­gen, seinen Pass abzu­geben. Sein Enga­gement in der Jugend­bewegung führt er dennoch weiter. 

Nachdem er in den 1930er Jahren als Assessor und Amts­ge­richts­rat an ver­schie­denen Gerichten arbeitet, wird er im Sommer 1940 zur Luft­waffe einge­zogen. Anfang 1943 wird er zum Unter­offi­zier beför­dert und zur Luft­waffen­akade­mie in Berlin-Gatow versetzt. Er unter­hält Kontakte zum Auswär­tigen Amt und ist in Planungen zur Einbe­ziehung der Luft­waffe in die Um­sturz­pläne der Ver­schwörer des 20. Juli 1944 invol­viert.

Am 24. Juli 1944 wird Eberhard Plewe auf dem Gelände der Luft­waffen­akademie festge­nom­men und in die gerade einge­richtete Gesta­po-Son­der­abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße ein­ge­lie­fert. Dort ist er ohne Anklage und Prozess inhaf­tiert, bis er am 21. April 1945 ent­lassen wird. 

Nach dem Ende des Krieges ist er Mit­begrün­der der CDU in West­berlin und enga­giert sich erneut für den von ihm mitge­grün­deten Deutschen Pfad­finder­bund, bis er Ende 1952 bei einem Besuch in Ost­berlin in sowje­tische Gefangen­schaft gerät, aus der er 1961 zurück­kehrt.

Portrait: Eberhard PleweEberhard Plewe