Erwin Planck
23. Januar 1945, Berlin-Plötzensee
Der Jurist Erwin Planck ist ein Sohn des Physikers und Nobelpreisträgers Max Planck und arbeitet nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg in den 1920er Jahren als hoher Ministerialbeamter in der Reichskanzlei, 1932 wird er zum Staatssekretär ernannt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird Planck aus dem Staatsdienst entlassen und ist nach einem Aufenthalt in China ab 1936 in der Privatwirtschaft tätig.
Erwin Planck hat seit 1940 über den ehemaligen preußischen Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Johannes Popitz Kontakte zu Ludwig Beck, Carl Friedrich Goerdeler und anderen Verschwörern der Militäropposition. Planck wird über die Umsturzpläne unterrichtet und nach dem Scheitern des Umsturzversuches vom 20. Juli 1944 von der Gestapo festgenommen. Er wird für eine nicht überlieferte Zeit im Zellengefängnis Lehrter Straße und in Berlin-Tegel inhaftiert und am 23. Oktober 1944 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt.
Erwin Planck wird am 23. Januar 1945 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.







