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Richard Pipenburg

13. Juli 1891, Berlin
28. Februar 1960, Berlin (Ost)

Richard Pipen­burg wächst als Sohn eines Malers im Berliner Arbeiter­bezirk Wedding auf und absol­viert eine Schlosser­lehre bei der Firma A. Borsig in Berlin-Tegel. 1909 tritt er in den Deutschen Metall­arbeiter-Ver­band ein und enga­giert sich außer­dem beim „Volks­sport Wedding” und der Konsum­genossen­schaft. Er ist ver­heiratet und hat zwei Kinder. 

Ab März 1936 arbeitet Richard Pipenburg bei der AEG-Tur­binen­fabrik in der Hutten­straße in Berlin-Wedding. Der Betriebs­gruppe um Wilhelm Leist, die politisch Ver­folgten hilft, Flug­blätter und Auslands­nach­richten ver­breitet und Kontakte zu Zwangs­arbeitern unter­hält, schließt er sich 1941 an. 

Durch den Ver­rat eines Spitzels werden Richard Pipen­burg sowie zahlreiche Arbeits­kameraden am 28. Februar 1945 fest­ge­nommen und in der Gestapo-Son­der­abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 inhaf­tiert. 

Am 21. März 1945 wird Richard Pipenburg vom Berliner Kammer­gericht wegen „Hoch­verrats, Feind­be­güns­tigung und Kurier­tätig­keiten” zu vier Jahren Zucht­haus verur­teilt und am 8. April 1945 nach Griebo bei Coswig in das Straf­gefangenen­lager „Elbe­regu­lierung” gebracht. Am 25. April 1945 wird das Lager von der Roten Armee befreit.