Richard Pipenburg
28. Februar 1960, Berlin (Ost)
Richard Pipenburg wächst als Sohn eines Malers im Berliner Arbeiterbezirk Wedding auf und absolviert eine Schlosserlehre bei der Firma A. Borsig in Berlin-Tegel. 1909 tritt er in den Deutschen Metallarbeiter-Verband ein und engagiert sich außerdem beim „Volkssport Wedding” und der Konsumgenossenschaft. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Ab März 1936 arbeitet Richard Pipenburg bei der AEG-Turbinenfabrik in der Huttenstraße in Berlin-Wedding. Der Betriebsgruppe um Wilhelm Leist, die politisch Verfolgten hilft, Flugblätter und Auslandsnachrichten verbreitet und Kontakte zu Zwangsarbeitern unterhält, schließt er sich 1941 an.
Durch den Verrat eines Spitzels werden Richard Pipenburg sowie zahlreiche Arbeitskameraden am 28. Februar 1945 festgenommen und in der Gestapo-Sonderabteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 inhaftiert.
Am 21. März 1945 wird Richard Pipenburg vom Berliner Kammergericht wegen „Hochverrats, Feindbegünstigung und Kuriertätigkeiten” zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt und am 8. April 1945 nach Griebo bei Coswig in das Strafgefangenenlager „Elberegulierung” gebracht. Am 25. April 1945 wird das Lager von der Roten Armee befreit.

