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Ernst Perels

2. August 1882, Berlin
10. Mai 1945, KZ Flossenbürg

Ernst Perels wird als Sohn von Anna und Ferdinand Perels geboren. Die Familie seines Vater, der früh zum evange­lischen Glauben kon­ver­tiert ist, ist jüdischer Herkunft. 

Seine berufliche Lauf­bahn als Mittel­alter­his­to­riker beginnt Ernst Perels 1904 als Mitar­beiter der Monumenta Germaniae Histo­rica (MGH) in Berlin. 1907 heiratet er Antonie Hermes und in den folgen­den Jahren werden die vier gemein­samen Söhne geboren. 1911 nimmt Perels, dessen For­schungs­schwer­punkte im Be­reich der Kirchen- und Ver­fassungs­geschich­te liegen, seine Lehr­tätigkeit an der Berliner Fried­rich-Wilhelms-Uni­ver­sität auf. 1931 wird er zum persön­lichen Ordinarius und zum Mit­direktor des Histo­rischen Semi­nars ernannt. 

Ende 1935 wird Ernst Perels aus anti­semi­tischen Gründen emeri­tiert. Als sein Sohn Friedrich Justus nach dem geschei­terten Umsturz­ver­such vom 20. Juli 1944 am 5. Oktober fest­genom­men wird, wird Ernst Perels am 18. Oktober in „Sippen­haft” genommen. Er wird in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 ein­ge­liefert, wo sich auch sein Sohn befin­det. Seine Familie erfährt von seinem Auf­ent­halts­ort erst, als seine Schwieger­tochter Helga Perels bei der Ab­gabe eines Essens­paketes gefragt wird, für welchen Perels dieses sei. 

Am 27. Dezem­ber 1944 wird Ernst Perels in das KZ Buchen­wald und im April 1945 in das KZ Flossen­bürg ver­schleppt, wo er kurz nach der Befrei­ung durch US-ameri­kani­sche Truppen am 10. Mai 1945 stirbt.

Portrait: Ernst PerelsErnst Perels, um 1905