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Hans-Dietrich Patermann

27. Oktober 1903, Halberstadt
4. Januar 1972, Berlin (West)

Hans-Dietrich Patermann wächst in Berlin auf, wo er das Werner-Siemens-Real­gymnasium in Berlin-Schöneberg besucht, das bis zur Macht­übernahme der National­sozialisten reform­pädagogischen Ansätzen ver­haftet ist. Seit der Schulzeit verbindet ihn eine enge Freundschaft mit Curt Selten. 

Nach dem Abi­tur 1922 stu­diert Hans-Dietrich Patermann Pharma­zie und über­nimmt 1932 zunächst die Ver­waltung, später die Pacht der väter­lichen Apo­theke. Hier ver­steckt er im Novem­ber 1944 den flüch­tigen Haupt­mann Ludwig Gehre, der zum Wider­stands­kreis im Amt Ausland/Abwehr im Ober­kommando der Wehr­macht gehört, sowie dessen Ehe­frau Hanna. 

Kurz darauf wird Gehre fest­genommen und nennt unter Fol­ter die Namen seiner Flucht­helfer. Am 11. November wird Hans-Dietrich Patermann von der Gestapo fest­genommen und in das „Haus­gefäng­nis” der Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße 8 ge­bracht, wo er durch Krimi­nal­rat Kurt Stawitzki verhört wird. Am Abend des­selben Tages wird er in die Gestapo-Abteilung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Dort bleibt er bis zum 23. April 1945 in Haft.

Nach Kriegs­ende führt er er­neut eine Apo­theke in Berlin-Schöneberg.