Alfred Oswalt
17. Januar 1992
Alfred Oswalt studiert in Berlin Bauingenieurwesen und tritt 1928 in die Kommunistische Partei ein. Er arbeitet als Bauingenieur für verschiedene Firmen, unter anderem in Paris für das Büro von Le Corbusier.
1940 wird Alfred Oswalt zur Wehrmacht eingezogen, aber bald wegen seiner kriegswichtigen Tätigkeit im Bauwesen freigestellt. 1943 übernimmt er die Firma Stadler Bimsbau und baut nach einem eigenen Verfahren Hallen und Baracken für die Wehrmacht, den Reichsarbeitsdienst, die „Organisation Todt” und die Rüstungsindustrie. Dabei nutzt er seine Firma wiederholt, um sich für politisch und rassisch Verfolgte sowie für Zwangsarbeiter einzusetzen.
Er unterstützt diese mit Geld und Lebensmitteln und verhilft einigen mit falschen Pässen zur Flucht in die Niederlande. Auch hat er Kontakt zu einer Widerstandsgruppe von Niederländern, von denen einige auch bei ihm beschäftigt sind und für die er Sprengstoff organisiert.
Am 14. Oktober 1944 wird Alfred Oswalt von der Gestapo festgenommen. Bis zum 25. November 1944 ist er in der Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße inhaftiert und wird dann in das Strafgefängnis Plötzensee verlegt. Die Anklage des „Volksgerichtshofs” lautet auf „Vorbereitung zum Hochverrat”. Am 7. Februar 1945 wird er in das Zuchthaus St. Georgen-Bayreuth verlegt, wo er am 14. April 1945 befreit wird.


