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Alfred Oswalt

20. Juni 1910, Dresden
17. Januar 1992

Alfred Oswalt studiert in Berlin Bau­inge­nieur­wesen und tritt 1928 in die Kom­munis­tische Par­tei ein. Er ar­beitet als Bau­inge­nieur für verschie­dene Firmen, unter anderem in Paris für das Büro von Le Corbusier. 

1940 wird Alfred Oswalt zur Wehr­macht einge­zogen, aber bald wegen seiner kriegs­wichtigen Tätig­keit im Bau­wesen freige­stellt. 1943 über­nimmt er die Firma Stadler Bimsbau und baut nach einem eigenen Ver­fahren Hallen und Baracken für die Wehr­macht, den Reichs­arbeits­dienst, die „Organi­sation Todt” und die Rüs­tungs­industrie. Dabei nutzt er seine Firma wieder­holt, um sich für politisch und rassisch Verfol­gte sowie für Zwangs­arbeiter ein­zu­setzen. 

Er unter­stützt diese mit Geld und Lebens­mitteln und verhilft einigen mit falschen Pässen zur Flucht in die Nie­der­lande. Auch hat er Kon­takt zu einer Wider­stands­gruppe von Nieder­ländern, von denen einige auch bei ihm beschäf­tigt sind und für die er Spreng­stoff organi­siert. 

Am 14. Oktober 1944 wird Alfred Oswalt von der Gestapo fest­genom­men. Bis zum 25. November 1944 ist er in der Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße inhaf­tiert und wird dann in das Straf­gefäng­nis Plötzen­see verlegt. Die An­klage des „Volks­gerichts­hofs” lautet auf „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat”. Am 7. Februar 1945 wird er in das Zucht­haus St. Georgen-Bay­reuth verlegt, wo er am 14. April 1945 befreit wird.

Portrait: Alfred OswaltAlfred Oswalt