Georg-Sigismund von Oppen
22. Februar 2008, Gualeguaychú
Georg-Sigismund von Oppen tritt nach dem Abitur als Fahnenjunker in das Potsdamer Infanterie-Regiment 9 ein. Bei Kampfhandlungen im Dezember 1943 wird er bei Leningrad schwer verwundet und daraufhin zurück nach Potsdam versetzt. Dort knüpft er Kontakte zu den Verschwörerkreisen des 20. Juli 1944 und stellt sich für einen Staatsstreich zur Verfügung.
Georg-Sigismund von Oppen übernimmt am 20. Juli 1944 als Ordonnanzoffizier im Stab des Befehlshabers des Ersatzheeres die Bewachung der festgesetzten Generale Friedrich Fromm und Joachim von Kortzfleisch im Bendlerblock. Nach dem gescheiterten Umsturzversuch wird er festgenommen und ab 12. August 1944 im Zellengefängnis Lehrter Straße inhaftiert. Ein Verfahren des „Volksgerichtshofs” gegen ihn wird „mangels hinreichenden Tatverdachts” eingestellt.
Nachdem von Georg-Sigismund von Oppen am 1. Mai 1945 in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät, aus der er im Juli 1945 entlassen wird, studiert er Jura und Volkswirtschaft und wandert 1948 nach Argentinien aus.
