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Curt Nünnicke

13. Mai 1899, Berlin
1. Februar 1962, Berlin (West)

Curt Nünnicke nimmt ab 1917 am Ers­ten Welt­krieg teil und legt nach dem Ende seiner Kriegs­ge­fangen­schaft 1919 sein Abitur ab. Er stu­diert Volks­wirtschafts­lehre und Jura bis 1923 und ist danach als Grund­stücks­makler tätig.

Nünnicke wird mehr­fach wegen seiner kri­tischen Äußerungen gegen­über dem national­sozialis­tischen Staat denun­ziert und im Früh­jahr 1944 zu Geld­strafen verur­teilt.

Er wird am 2. März 1945 von der Gestapo fest­genom­men und ist bis zum 17. April 1945 im Zellen­gefäng­nis in der Lehrter Straße 3 inhaf­tiert. Nünnicke soll vor dem „Volks­gerichts­hof“ wegen „Wehr­kraft­zersetzung“ ange­klagt wer­den, zu diesem Pro­zess kommt es wegen des Vor­rückens der Roten Armee jedoch nicht mehr.