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Johann Baptist Neumaier

23. Mai 1877, Altomünster
3. Februar 1963, Schnaitsee

Johann Neumaier studiert Philo­sophie und Theo­logie und kommt 1920 als Seelsorger nach Ober­ornau, das 1921 zu einer selbst­ständigen Pfarrei ernannt wird. 

Augustin Rösch, nach dem die Gestapo wegen seiner Mit­arbeit im Kreisauer Kreis seit September 1944 fahndet, taucht in der Gemeinde auf dem Hof des Land­wirts und Mesners Wolfgang Meier unter. Als Johann Neumaier und Franz Stadler ihn dort besuchen werden alle beide sowie Augustin Rösch, Wolfgang Meier und drei seiner Kinder am 11. Januar 1945 von der Gestapo festge­nom­men. 

Wolfgang Meier und zwei seiner Söhne werden in das KZ Dachau einge­liefert. Wolfgang Meier verstirbt dort am 22. Februar 1945. 

Johann Neumaier, Franz Stadler und Augustin Rösch werden nach Berlin gebracht und am 13. Januar in das Zellen­ge­fängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Neumaier und Stadler bleiben dort bis zum 15. Februar 1945 in Haft. Unter den schlechten Haft­bedin­gungen hat sich der Gesund­heits­zustand von Neumaier so verschlechtert, dass er in das St. Hedwig-Kran­ken­haus eingewiesen werden muss. 

Am 17. März 1945 wird er dort ent­lassen und kehrt nach einem erneuten Kranken­haus­aufenthalt im August 1945 nach Ober­ornau zurück, wo er bis 1949 weiter als Seel­sorger tätig ist.

Portrait: Johann Baptist NeumaierJohann Baptist Neumaier