Johann Baptist Neumaier
3. Februar 1963, Schnaitsee
Johann Neumaier studiert Philosophie und Theologie und kommt 1920 als Seelsorger nach Oberornau, das 1921 zu einer selbstständigen Pfarrei ernannt wird.
Augustin Rösch, nach dem die Gestapo wegen seiner Mitarbeit im Kreisauer Kreis seit September 1944 fahndet, taucht in der Gemeinde auf dem Hof des Landwirts und Mesners Wolfgang Meier unter. Als Johann Neumaier und Franz Stadler ihn dort besuchen werden alle beide sowie Augustin Rösch, Wolfgang Meier und drei seiner Kinder am 11. Januar 1945 von der Gestapo festgenommen.
Wolfgang Meier und zwei seiner Söhne werden in das KZ Dachau eingeliefert. Wolfgang Meier verstirbt dort am 22. Februar 1945.
Johann Neumaier, Franz Stadler und Augustin Rösch werden nach Berlin gebracht und am 13. Januar in das Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert. Neumaier und Stadler bleiben dort bis zum 15. Februar 1945 in Haft. Unter den schlechten Haftbedingungen hat sich der Gesundheitszustand von Neumaier so verschlechtert, dass er in das St. Hedwig-Krankenhaus eingewiesen werden muss.
Am 17. März 1945 wird er dort entlassen und kehrt nach einem erneuten Krankenhausaufenthalt im August 1945 nach Oberornau zurück, wo er bis 1949 weiter als Seelsorger tätig ist.


