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Karl Müller

1. Januar 1904, Berlin
21. März 1945, Zellengefängnis Lehrter Straße 3, Berlin

Der Schlosser Karl Müller ist vor 1933 Mit­glied der KPD und in der Revo­lutio­nären Gewerk­schafts-Oppo­sition orga­nisiert. Er arbeitet bei General Motors, wird aber wegen seines poli­tischen Enga­gements ent­lassen. Seit 1928 ist er ver­heira­tet mit Gertrude, geb. Milletat, mit der er einen Sohn hat. 

Seit 1935 ist Karl Müller bei der AEG-Turbi­nen­fabrik in der Hutten­straße beschäf­tigt. Er findet dort Anschluss an eine kommu­nistische Wider­stands­gruppe um Wilhelm Leist, die Flug­blätter ver­breitet und Geld für Ange­hörige von poli­tisch Ver­folgten sammelt. Er stellt außer­dem seine Wohnung für Zusammen­künfte und als Anlauf­stelle zur Ver­fügung und hat Kontakte zur Gruppe um Robert Uhrig.  

Am 24. Februar 1945 wird er fest­ge­nommen und in anschließen­den Ver­hören durch die Gestapo miss­han­delt. Mit weiteren sechs Ange­klagten wird er am 21. März 1945 vom Berliner Kammer­gericht zum Tode ver­ur­teilt. 

Karl Müller erhängt sich vor der Urteils­ver­kündung in der Nacht zum 21. März 1945 in seiner Zelle im Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3.