Karl Müller
21. März 1945, Zellengefängnis Lehrter Straße 3, Berlin
Der Schlosser Karl Müller ist vor 1933 Mitglied der KPD und in der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition organisiert. Er arbeitet bei General Motors, wird aber wegen seines politischen Engagements entlassen. Seit 1928 ist er verheiratet mit Gertrude, geb. Milletat, mit der er einen Sohn hat.
Seit 1935 ist Karl Müller bei der AEG-Turbinenfabrik in der Huttenstraße beschäftigt. Er findet dort Anschluss an eine kommunistische Widerstandsgruppe um Wilhelm Leist, die Flugblätter verbreitet und Geld für Angehörige von politisch Verfolgten sammelt. Er stellt außerdem seine Wohnung für Zusammenkünfte und als Anlaufstelle zur Verfügung und hat Kontakte zur Gruppe um Robert Uhrig.
Am 24. Februar 1945 wird er festgenommen und in anschließenden Verhören durch die Gestapo misshandelt. Mit weiteren sechs Angeklagten wird er am 21. März 1945 vom Berliner Kammergericht zum Tode verurteilt.
Karl Müller erhängt sich vor der Urteilsverkündung in der Nacht zum 21. März 1945 in seiner Zelle im Zellengefängnis Lehrter Straße 3.

