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Karl Meier

24. Januar 1888, Helserdeich
25. Februar 1975, Michaelisdonn

Der land­wirtschaftliche Arbeiter Karl Meier ist seit 1911 mit Agnes Tiedje verheiratet, mit der er vier Kinder hat. Er bekennt sich zu den Ernsten Bibel­forschern (Zeugen Jehovas) und wird 1934 erst­mals fest­ge­nommen. Im Mai 1938 wird er erneut wegen seiner religiösen Über­zeugung in Haft genommen, in das Gefängnis Marne überstellt und an­schließend als Unter­suchungs­gefangener in das Gefäng­nis Neu­münster ein­ge­liefert. 

Karl Meier wird nach wenigen Tagen jedoch zur Gestapo über­stellt und in das Konzentrations­lager Sachsen­hausen verschleppt. Am 29. August 1944 wird er ge­mein­sam mit vier wei­teren Ernsten Bibel­forschern in das Zellen­gefäng­nis Lehrter Straße 3 überstellt und dort als Kal­faktor in der Gestapo-Sonde­rabteilung einge­setzt.

Am 22. April 1945 wird Karl Meier aus der Haft ent­lassen und kann zu seiner Familie zurück­kehren.