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Ferdinand Freiherr von Lüninck

3. August 1888, Ostwig
14. November 1944, Berlin-Plötzensee

Der national­konser­vative Monar­chist Ferdinand Freiherr von Lüninck steht der Macht­über­nahme der National­sozia­lis­ten zunächst positiv gegen­über. Im Februar 1933 wird der Jurist Ober­präsident der Provinz West­falen. Dieses Amt übt er fünf Jahre aus, bevor er 1938 um Rück­tritt bittet. 

Zu Kriegs­beginn tritt Ferdinand Freiherr von Lüninck in die Wehr­macht ein. Ab 1940 wird er in Potsdam als Bataillons-Kom­man­deur ein­gesetzt, quittiert 1943 jedoch den Militär­dienst. 

Im Dezember 1943 trifft sich Lüninck in Berlin mit Carl Goerdeler und Fritz-Dietlof von der Schulenburg. Er sagt seine Teil­nahme an einem Um­sturz­versuch zu und wird als politischer Beauf­tragter für den Wehr­kreis XX (Danzig) vorge­sehen. Nach dem Scheitern des Umsturz­ver­suchs am 20. Juli 1944 und dem Bekannt­werden der Pläne wird Ferdinand Freiherr von Lüninck am 25. Juli 1944 auf seinem Familien­gut festge­nommen. 

Ferdinand Freiherr von Lüninck wird während seiner Haft mehr­fach verlegt. Am 11. August wird er nach Ver­hören durch die Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße 8 in das Zellen­gefängnis in der Lehrter Straße gebracht, später schreibt er an seine Frau aus dem Straf­gefängnis Tegel. 

Am 13. November 1944 wird Ferdinand Freiherr von Lüninck vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode ver­ur­teilt. Einen Tag später wird er im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet. 

Portrait: Ferdinand Freiherr von LüninckFerdinand Freiherr von Lüninck