Ferdinand Freiherr von Lüninck
14. November 1944, Berlin-Plötzensee
Der nationalkonservative Monarchist Ferdinand Freiherr von Lüninck steht der Machtübernahme der Nationalsozialisten zunächst positiv gegenüber. Im Februar 1933 wird der Jurist Oberpräsident der Provinz Westfalen. Dieses Amt übt er fünf Jahre aus, bevor er 1938 um Rücktritt bittet.
Zu Kriegsbeginn tritt Ferdinand Freiherr von Lüninck in die Wehrmacht ein. Ab 1940 wird er in Potsdam als Bataillons-Kommandeur eingesetzt, quittiert 1943 jedoch den Militärdienst.
Im Dezember 1943 trifft sich Lüninck in Berlin mit Carl Goerdeler und Fritz-Dietlof von der Schulenburg. Er sagt seine Teilnahme an einem Umsturzversuch zu und wird als politischer Beauftragter für den Wehrkreis XX (Danzig) vorgesehen. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs am 20. Juli 1944 und dem Bekanntwerden der Pläne wird Ferdinand Freiherr von Lüninck am 25. Juli 1944 auf seinem Familiengut festgenommen.
Ferdinand Freiherr von Lüninck wird während seiner Haft mehrfach verlegt. Am 11. August wird er nach Verhören durch die Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße 8 in das Zellengefängnis in der Lehrter Straße gebracht, später schreibt er an seine Frau aus dem Strafgefängnis Tegel.
Am 13. November 1944 wird Ferdinand Freiherr von Lüninck vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Einen Tag später wird er im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.





