‹ zurück zur Übersicht

Fritz Loth

5. Juni 1905, Potsdam
6. November 1947, Berlin

Fritz Loth schließt sein Stu­dium der Rechts­wissen­schaften mit einer Promo­tion ab und tritt im April 1933 in die NSDAP ein. Als Gewerbe­assessor ist er in verschie­denen Ämtern in Ber­lin tätig und tritt 1937 der All­gemei­nen SS bei, seit April 1939 hat er den Rang eines SS-Sturm­bann­führers.

Loth ist in den Jahren 1943 und 1944 für den Aus­bau und die Verwal­tung der „Steinbruch Verwer­tungs GmbH“ mit­verant­wortlich. Der Rüstungs­betrieb baut unter diesem Deck­namen in einem Neben­lager des KZ Maut­hausen ein Stollen­system aus und be­treibt dort einen Raketen­test­stand für die „V2-Rakete“. 

Der Regierungs­rat im Reichs­wirtschafts­minis­terium wird am 22. Juli 1944 ins Zellen­gefängnis Lehrter Straße 3 ein­gelie­fert und im Septem­ber 1944 vom Dienst in der SS be­urlaubt wegen „unge­hörigem Ver­halten“ während seiner Scheidung. Im Novem­ber 1944 wird er zum SS-Mann degra­diert und aus der SS aus­gestoßen wegen der „Preis­gabe von Staats­geheim­nissen“ an seine Sekre­tärin. Laut Gefangenen­buch wird er am 23. Februar 1945 in das „Wehr­machts­gefängnis Lehrter Straße 61“ über­stellt.

Fritz Loth stellt im Juli 1945 einen Ent­schä­digungs­antrag an den Haupt­ausschuss „Opfer des Faschis­mus“, der im Februar 1946 ab­schlägig beschie­den wird.

Portrait: Fritz LothFritz Loth