Fritz Loth
6. November 1947, Berlin
Fritz Loth schließt sein Studium der Rechtswissenschaften mit einer Promotion ab und tritt im April 1933 in die NSDAP ein. Als Gewerbeassessor ist er in verschiedenen Ämtern in Berlin tätig und tritt 1937 der Allgemeinen SS bei, seit April 1939 hat er den Rang eines SS-Sturmbannführers.
Loth ist in den Jahren 1943 und 1944 für den Ausbau und die Verwaltung der „Steinbruch Verwertungs GmbH“ mitverantwortlich. Der Rüstungsbetrieb baut unter diesem Decknamen in einem Nebenlager des KZ Mauthausen ein Stollensystem aus und betreibt dort einen Raketenteststand für die „V2-Rakete“.
Der Regierungsrat im Reichswirtschaftsministerium wird am 22. Juli 1944 ins Zellengefängnis Lehrter Straße 3 eingeliefert und im September 1944 vom Dienst in der SS beurlaubt wegen „ungehörigem Verhalten“ während seiner Scheidung. Im November 1944 wird er zum SS-Mann degradiert und aus der SS ausgestoßen wegen der „Preisgabe von Staatsgeheimnissen“ an seine Sekretärin. Laut Gefangenenbuch wird er am 23. Februar 1945 in das „Wehrmachtsgefängnis Lehrter Straße 61“ überstellt.
Fritz Loth stellt im Juli 1945 einen Entschädigungsantrag an den Hauptausschuss „Opfer des Faschismus“, der im Februar 1946 abschlägig beschieden wird.


