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Bruno Litzkow

9. März 1876, Berlin
28. Februar 1952, Müncheberg

Bruno Litzkow absol­viert nach der Volks­schule in Berlin eine Lehre als Gürtler (Metall­bild­ner) und schließt sich nach zwei­ein­halb Jahren Wan­der­schaft 1902 dem Metall­arbei­ter­ver­band an. Nach der Teil­nahme am Ersten Welt­krieg zieht er 1919 ins bran­den­bur­gische Münche­berg. 1922 tritt er in die KPD ein und ver­tritt diese später in der Stadt­verord­neten­ver­samm­lung seiner Heimat­stadt, zudem leitet er den dortigen Roten Front­kämpfer­bund. 

Bereits Anfang April 1933 wird er in das KZ Sonne­burg ver­schleppt und sieben Mona­te in „Schutz­haft” gehalten. In den folgen­den Jahren wird er mehr­fach fest­genom­men. 

Am 5. März 1945 wird Bruno Litzkow erneut von der Gestapo in Haft genom­men und in das Zellen­ge­fängnis Lehr­ter Straße 3 ein­ge­liefert. Das Berliner Kammer­gericht verurteilt ihn am 21. März 1945 wegen „Bei­hilfe zum Hoch­verrat” zu vier Jahren Zucht­haus. Bruno Litzkow wird in das Zucht­haus Coswig (Anhalt) über­führt und dort am 30. April 1945 von der Roten Armee befreit.

Portrait: Bruno LitzkowBruno Litzkow, um 1946