Hermann Lindemann
2. Oktober 1954, Frankfurt am Main
Nach seiner Lehrerausbildung nimmt Hermann Lindemann als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil und wird 1918 als Unteroffizier entlassen. 1922 tritt er in die SPD ein und beginnt eine Karriere im Kommunaldienst, 1926 wird er Zweiter Bürgermeister in Neumünster und 1930 Erster Bürgermeister in Senftenberg. 1932 tritt er aus der SPD aus und wird Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP).
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird Hermann Lindemann als Bürgermeister entlassen. In den folgenden Jahren beteiligt er sich unter anderem an der Dresdener Druckmaschinen Ritter GmbH und der Awog Angestellten-Wohnungsbau GmbH in Berlin.
Sein Vetter, der General Fritz Lindemann, wendet sich auf seiner Flucht nach dem gescheiterten Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 an ihn und Hermann Lindemann macht falsche Aussagen gegenüber der Gestapo und vermittelt ihm Quartiergeber.
Hermann Lindemann wird am 1. September 1944 festgenommen und in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert. Zwischenzeitlich im Gefängnis Tegel inhaftiert, wird er am 7. Oktober erneut in das Zellengefängnis verlegt.
Am 1. Dezember 1944 wird er vom „Volksgerichtshof” zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Anschließend wird Hermann Lindemann in das Zuchthaus Brandenburg-Görden überstellt, wo er am Ende April 1945 von sowjetischen Truppen befreit wird.












































