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Reinhard Limbach

16. April 1894, Berlin
18. April 1964, Berlin (West)

Reinhard Limbach kommt als Sohn eines Musik­ver­legers und Musika­lien­händ­lers in Berlin zur Welt. Er studiert Musik- und Rechts­wissen­schaften und wird nach der Promotion zum Dr. jur. 1921 Mitin­haber des Musik­verlags und Musi­kalien­handels W. Sulz­bach. Zudem leitet er ab 1930 den Reichs­ver­band der Gemisch­ten Chöre. 1932 heiratet er Ruth Lose­hand, aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor. 

Im Oktober 1941 wird er zur Wehr­macht ein­gezo­gen und ist ab 1942 als Haupt­mann der Reser­ve im Stab des General­quartier­meis­ters des Heeres Eduard Wagner ein­ge­setzt. Rein­hard Lim­bach ist mit dem Haupt­mann Jens Jessen befreun­det, mit dem er eng zusam­men­arbeitet. In die Wider­stands­planungen ein­geweiht, hält sich Limbach am 20. Juli 1944 während des Um­sturz­ver­suchs im Berliner Bendler­block auf, kann jedoch ent­kommen. 

Er wird am 4. August 1944 festge­nommen, zunächst in das „Haus­gefäng­nis” der Gestapo in der Prinz-Al­brecht-Straße 8 gebracht und von hier in die Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 über­stellt. Da ihm eine Betei­ligung am Um­sturz­versuch nicht nach­gewie­sen werden kann, wird er am 16. Septem­ber 1944 aus der Haft ent­lassen. 

Nach Kriegs­ende ist Reinhard Limbach als Referent in der Berliner Senats­ver­waltung für Volks­bildung tätig und leitet ab Juni 1950 das Musik­referat.

Portrait: Reinhard LimbachReinhard Limbach, um 1952