Reinhard Limbach
18. April 1964, Berlin (West)
Reinhard Limbach kommt als Sohn eines Musikverlegers und Musikalienhändlers in Berlin zur Welt. Er studiert Musik- und Rechtswissenschaften und wird nach der Promotion zum Dr. jur. 1921 Mitinhaber des Musikverlags und Musikalienhandels W. Sulzbach. Zudem leitet er ab 1930 den Reichsverband der Gemischten Chöre. 1932 heiratet er Ruth Losehand, aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.
Im Oktober 1941 wird er zur Wehrmacht eingezogen und ist ab 1942 als Hauptmann der Reserve im Stab des Generalquartiermeisters des Heeres Eduard Wagner eingesetzt. Reinhard Limbach ist mit dem Hauptmann Jens Jessen befreundet, mit dem er eng zusammenarbeitet. In die Widerstandsplanungen eingeweiht, hält sich Limbach am 20. Juli 1944 während des Umsturzversuchs im Berliner Bendlerblock auf, kann jedoch entkommen.
Er wird am 4. August 1944 festgenommen, zunächst in das „Hausgefängnis” der Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße 8 gebracht und von hier in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 überstellt. Da ihm eine Beteiligung am Umsturzversuch nicht nachgewiesen werden kann, wird er am 16. September 1944 aus der Haft entlassen.
Nach Kriegsende ist Reinhard Limbach als Referent in der Berliner Senatsverwaltung für Volksbildung tätig und leitet ab Juni 1950 das Musikreferat.


