Wilhelm Leist
10. April 1945, Berlin-Plötzensee
Der Dreher Wilhelm Leist gerät im Ersten Weltkrieg in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im September 1919 entlassen wird. 1920 heiratet er Anna, geborene Rittig, mit der er die Töchter Erika und Elfriede und den Sohn Harry bekommt. Wilhelm Leist, der vor 1933 der KPD angehört und gewerkschaftlich im Deutschen Metallarbeiterverband organisiert ist, ist erklärter Gegner des Nationalsozialismus.
Bereits 1933 zeitweilig festgenommen, gründet er nach der Entlassung aus der Haft eine betriebliche Widerstandsgruppe an seinem Arbeitsplatz, der Turbinenfabrik der AEG in der Huttenstraße. Er wird als einer der ersten der Betriebsgruppe bereits im November 1944 festgenommen.
Am 7. März 1945 wird Wilhelm Leist in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert, wo auch schon viele seiner Kollegen auf ihren Prozess warten, der am 20. und 21. März vor dem Kammergericht Berlin stattfindet.
Wilhelm Leist wird zusammen mit fünf seiner Kollegen zum Tode verurteilt und am 10. April 1945 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.





