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Helmut Lehmann

1. Dezember 1882, Berlin
9. Februar 1959, Berlin (Ost)

Helmut Lehmann absol­viert eine Lehre als Zimmer­mann, kann den Beruf jedoch nach einem Unfall nicht mehr aus­üben. 1903 wird er Abtei­lungs­leiter der Allge­meinen Orts­kran­ken­kasse in Berlin und tritt in die SPD ein. 1914 wird er geschäfts­füh­render Vor­sit­zender des Haupt­ver­bandes Deutscher Orts­kran­ken­kassen in Dresden. Ab 1921 ist Helmut Leh­mann Mitglied im Beirat des Zentral­verbands der Ange­stell­ten. 

Im März 1933 wird er seines Amtes ent­hoben und erst­mals für mehrere Wochen in Haft genommen. Er hält jedoch weiter­hin den Kontakt zu poli­tischen Freunden wie Wilhelm Leuschner und sammelt frühere Sozial­demo­kraten und Gewerk­schafter um sich.   

Nach dem Scheitern der Ver­schwörung am 20. Juli 1944 sucht ihn wenige Tage später der flüchtige Carl Goerdeler auf. Am 24. August 1944 wird Helmut Lehmann festge­nommen und in die Gestapo-Abteilung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 einge­liefert. Am 18. Januar 1945 wird er vom „Volks­ge­richts­hof” zu einem Jahr Haft ver­ur­teilt und am 25. März in das Gefängnis Tegel über­stellt. Hier wird Helmut Lehmann am 22. April 1945 von der Roten Armee befreit. 

Nach Kriegs­ende gehört Helmut Leh­mann zu den Mitbe­gründern der SPD in der Sowje­tischen Besat­zungs­zone und ist nach 1946 Mit­glied im Partei­vorstand bzw. dem Zen­tral­komitee der SED. Von 1950 bis 1959 ist er Vor­sit­zender des Zen­tral­aus­schusses der Sozial­ver­siche­rung in der DDR.

Portrait: Helmut LehmannHelmut Lehmann, nach 1945