Otto Lang
10. April 1945, Berlin-Plötzensee
Otto Lang erlernt nach der Volksschule das Schirmmacherhandwerk und tritt nach dem Ersten Weltkrieg in die SPD ein. Ab 1924 ist er in der Städtischen Blindenanstalt in der Oranienstraße tätig und dort auch im Betriebsrat aktiv. 1933 wird er wegen seiner politischen Einstellung entlassen.
Seit 1935 ist er in der AEG-Turbinenfabrik in der Huttenstraße in Berlin-Moabit beschäftigt. Dort arbeitet er in der Widerstandsgruppe um Wilhelm Leist mit, die Auslandsnachrichten und Flugblätter verbreitet, Familien von Verfolgten des Nationalsozialismus unterstützt und Kontakte zu Zwangsarbeitern pflegt.
Am 21. Februar 1945 wird Otto Lang festgenommen und in der Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 inhaftiert.
Das Kammergericht Berlin verurteilt den Vater zweier Kinder am 21. März 1945 zusammen mit Wilhelm Leist und fünf weiteren Mitstreitern zum Tode. Otto Lang wird noch am gleichen Tag in das Strafgefängnis Berlin-Plötzensee überstellt und dort am 10. April 1945 ermordet.



