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Otto Lang

27. Juli 1890, Berlin
10. April 1945, Berlin-Plötzensee

Otto Lang erlernt nach der Volksschule das Schirm­macher­handwerk und tritt nach dem Ersten Welt­krieg in die SPD ein. Ab 1924 ist er in der Städti­schen Blinden­anstalt in der Oranien­straße tätig und dort auch im Betriebs­rat aktiv. 1933 wird er wegen seiner poli­tischen Ein­stellung ent­lassen. 

Seit 1935 ist er in der AEG-Tur­binen­fabrik in der Hutten­straße in Berlin-Moa­bit beschäf­tigt. Dort ar­beitet er in der Wider­stands­gruppe um Wilhelm Leist mit, die Auslands­nachrichten und Flug­blätter ver­breitet, Familien von Ver­folgten des Natio­nal­sozia­lismus unter­stützt und Kon­takte zu Zwangs­arbeitern pflegt. 

Am 21. Februar 1945 wird Otto Lang festge­nom­men und in der Ges­tapo-Abtei­lung des Zellen­ge­fäng­nisses Lehrter Straße 3 inhaf­tiert. 

Das Kammer­gericht Berlin ver­urteilt den Vater zweier Kinder am 21. März 1945 zusam­men mit Wilhelm Leist und fünf weiteren Mit­strei­tern zum Tode. Otto Lang wird noch am gleichen Tag in das Straf­gefäng­nis Ber­lin-Plötzen­see über­stellt und dort am 10. April 1945 ermordet.