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Hermann Landwehr

21. Juni 1884, Nürnberg
23. Januar 1955, Berlin (Ost)

Der Sohn eines städtischen Bau­rats studiert Rechts- und Staats­wissen­schaften sowie Natio­nal­ökono­mie und promo­viert 1913. Anschließend ist er wissen­schaft­licher Hilfs­arbeiter in der Reichs­ver­siche­rungs­anstalt für Ange­stellte in Berlin. Nach der Teil­nahme am Ersten Welt­krieg wird er 1919 zum Regie­rungs­rat ernannt und ist schließlich im Reichs­wirt­schafts­minis­terium, zuletzt als Minis­terial­dirigent und Leiter der Devisen­abtei­lung, tätig. 

Er steht in Kontakt mit Carl Goerdeler, der nach dem Scheitern des Um­sturz­versuchs vom 20. Juli 1944 für eine Nacht im Haus des Ehe­paars Land­wehr unter­kommt. Dorothea und Hermann Land­wehr werden im August 1944 fest­ge­nommen. Dorothea Land­wehr wird bis zum 6. Dezem­ber 1944 im Frauen­gefäng­nis Moabit inhaf­tiert. Hermann Land­wehr wird am 28. August 1944 in die Gesta­po-Abtei­lung des Zellen­gefäng­nisses Lehrter Straße 3 ein­ge­liefert und am 18. Januar 1945 vom „Volks­gerichts­hof” zu sechs Jahren Zucht­haus ver­urteilt. Am 19. März 1945 wird er in das Zucht­haus Bran­den­burg-Görden über­stellt, wo er am 27. April 1945 von der Roten Armee befreit wird.

Im Juli 1945 wird Hermann Land­wehr Leiter der Abteilung Wirt­schaft im Berliner Magistrat und hat später das Amt des Vize­präsi­denten der Deutschen Noten­bank in Ost-Berlin inne.

Portrait: Hermann LandwehrHermann Landwehr, 1947