Hermann Landwehr
23. Januar 1955, Berlin (Ost)
Der Sohn eines städtischen Baurats studiert Rechts- und Staatswissenschaften sowie Nationalökonomie und promoviert 1913. Anschließend ist er wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg wird er 1919 zum Regierungsrat ernannt und ist schließlich im Reichswirtschaftsministerium, zuletzt als Ministerialdirigent und Leiter der Devisenabteilung, tätig.
Er steht in Kontakt mit Carl Goerdeler, der nach dem Scheitern des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944 für eine Nacht im Haus des Ehepaars Landwehr unterkommt. Dorothea und Hermann Landwehr werden im August 1944 festgenommen. Dorothea Landwehr wird bis zum 6. Dezember 1944 im Frauengefängnis Moabit inhaftiert. Hermann Landwehr wird am 28. August 1944 in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert und am 18. Januar 1945 vom „Volksgerichtshof” zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 19. März 1945 wird er in das Zuchthaus Brandenburg-Görden überstellt, wo er am 27. April 1945 von der Roten Armee befreit wird.
Im Juli 1945 wird Hermann Landwehr Leiter der Abteilung Wirtschaft im Berliner Magistrat und hat später das Amt des Vizepräsidenten der Deutschen Notenbank in Ost-Berlin inne.
















